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Herzinfarkte in Deutschland: Warum die Zahlen seit 2022 so stark fallen

Hände ruhen auf der Brust in sanftem Morgenlicht als Symbolbild für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesundheit – Foto: Tumisu / Pixabay
Foto: Tumisu / Pixabay

In Deutschland sind 2025 rund 1,01 Millionen Menschen gestorben, 0,1 % weniger als im Vorjahr. Am häufigsten starben Menschen weiterhin an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch die Zahl der Betroffenen geht spürbar zurück: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verzeichneten die Behörden 334.100 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein Rückgang von 1,5 % gegenüber 2024.

Damit bleibt diese Krankheitsgruppe zwar die häufigste Todesursache, noch vor Krebs mit 228.800 Fällen und Krankheiten des Atmungssystems mit 81.200 Fällen. Doch der langfristige Trend zeigt deutlich nach unten: Seit 2022 sank die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 6,7 % und damit stärker als die Gesamtsterbefallzahl, die im selben Zeitraum um 5,6 % zurückging.

Wie stark sind Herzinfarkte und Schlaganfälle zurückgegangen?

Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Herzinfarkten aus. Seit 2022 sanken die Todesfälle durch Herzinfarkte laut Statistischem Bundesamt um 15,2 %. Bei zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen Schlaganfälle zählen, betrug der Rückgang im gleichen Zeitraum 6,3 %.

Das war nicht immer so: Zwischen 2019 und 2022 war die Entwicklung noch gegenläufig. Damals stiegen die Herzinfarkt-Todesfälle um 5,3 % und die Todesfälle durch zerebrovaskuläre Krankheiten um 4 %. Die Trendwende der vergangenen drei Jahre fällt also umso deutlicher aus.

Ein Blick auf einzelne Gruppen zeigt, wo der Rückgang besonders groß ist:

  • Bei Männern sanken die Herzinfarkt-Todesfälle seit 2022 um 14,1 %, bei Frauen um 16,8 %.
  • Bei zerebrovaskulären Krankheiten fiel der Rückgang bei Männern mit 4,6 % geringer aus als bei Frauen mit 7,7 %.
  • Den stärksten Rückgang bei Herzinfarkten verzeichnete die Altersgruppe der 80- bis 85-Jährigen mit 30,6 %.
  • Die Gesamtsterbefallzahl sank 2025 das dritte Jahr in Folge.

Was bedeutet der Rückgang langfristig?

Dass die Zahlen bei Herzinfarkten und Schlaganfällen seit 2022 sinken, nach einem Anstieg in den Jahren zuvor, deutet auf eine Trendumkehr hin. Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben zwar die mit Abstand häufigste Todesursache in Deutschland, der Abstand zur zweithäufigsten Ursache Krebs verringert sich aber nicht grundsätzlich, da beide Werte rückläufig sind.

Für die Einordnung bleibt wichtig: Die Daten des Statistischen Bundesamts stammen aus den Jahren 2019 bis 2025 und bilden damit einen mittelfristigen Zeitraum ab, der sowohl den Anstieg vor der Pandemie als auch die aktuelle Entwicklung zeigt.

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