In der ersten Jahreshälfte 2026 nahm der globale Warenhandel stark zu. Der Globalisierungsgrad der Welt erreichte 2025 mit 25,8 % einen neuen Rekordwert. Das wirft die Frage auf, ob sich dieser Trend auch auf importierte Produkte auswirkt, die in der Beauty-Branche verwendet werden, etwa Rohstoffe für Hyaluron-Behandlungen.
Technologie treibt den Welthandel auf einen neuen Rekordwert
Haupttreiber des Wachstums ist die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Der Handel mit entsprechenden Gütern trug 2025 bereits zu 42 % des gesamten Wachstums im Warenhandel bei. Im ersten Quartal 2026 stieg dieser Anteil demnach auf 76 %. Damit ist der Ausbau von KI-Infrastruktur inzwischen der mit Abstand wichtigste Faktor für den globalen Handel.
Nicht alle Regionen profitieren gleich stark. In den ersten fünf Monaten 2026 fiel der Handelswert Saudi-Arabiens im Vergleich zum Vorjahr um 37 %, während die Vereinigten Arabischen Emirate ein Minus von 7 % verzeichneten. Gleichzeitig legte Ostasien und Pazifik um knapp ein Viertel zu, Europa um 12 % und Subsahara-Afrika um 11 %.
Zölle bremsen den Handel kaum
Trotz politischer Spannungen zeigen sich Zölle wenig wirkungsvoll. In den letzten Jahren entfiel auf die USA lediglich ein Anteil von 13 % an den weltweiten Importen. Im August 2026 war rund die Hälfte der US-Importe von den jüngsten Zollerhöhungen ausgenommen.
Der Handel zwischen den USA und China, 2015 noch für 3,5 % des Welthandels verantwortlich, kam in den ersten fünf Monaten 2026 nur noch auf 1,6 %. Auch die internationalen Unternehmensinvestitionen zwischen beiden Ländern liegen im niedrigen einstelligen Bereich.
Der Handel innerhalb Ostasiens und des Pazifiks rückt stärker in den Fokus, wobei der innerregionale Anteil von 57 % im Jahr 2025 auf 60 % im Zeitraum von Januar bis Mai 2026 gestiegen ist.
Was das für Importe in der Kosmetik- und Medizinbranche bedeuten könnte
Hyaluronsäure, ein zentraler Wirkstoff für Filler-Behandlungen, sowie viele andere Rohstoffe und Geräte für ästhetische Medizin werden international gehandelt und sind Teil globaler Lieferketten. Ein wachsender, technologiegetriebener Welthandel könnte sich grundsätzlich auch auf Transportkapazitäten, Logistikkosten und Lieferzeiten für solche Produkte auswirken.
Konkrete Angaben dazu, wie sich das Wachstum beim Warenhandel auf die Kosten von Hyaluron-Behandlungen oder Botox-Preise auswirkt, liegen derzeit allerdings nicht vor.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.