Wer sich eine Zusatzversicherung Beauty-tauglich ausgestalten möchte, landet schnell bei ambulanten Zusatzpolicen für gesetzlich Versicherte. Ein Beispielbeitrag liegt bei 38,41 Euro im Monat.
Monatsbeitrag sichert Zugang zu privatärztlichen Behandlungen
Die ambulante Zusatzversicherung ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung um Leistungen, die klassischerweise privat Versicherten vorbehalten sind. Dazu zählen privatärztliche Behandlungen beim Hautarzt oder Dermatologen, moderne Medikamente und erweiterte Vorsorgeuntersuchungen, die die gesetzliche Krankenversicherung sonst nicht übernimmt.
Auch Osteopathie, die die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel nicht zahlt, ist abgedeckt – ein Punkt, der bei Hautproblemen mit Verspannungen oder bei begleitender Physiotherapie relevant werden kann.
Zwei Tarife entscheiden über den Umfang der Erstattung
Angeboten werden zwei Varianten: Der Tarif Premium gewährt den Privatpatienten-Status im ambulanten Bereich nur bei schweren Erkrankungen. Der Tarif PremiumPlus macht Versicherte unabhängig von der Diagnose dauerhaft zu Privatpatienten.
Für alltägliche Haut- oder Ästhetikbehandlungen, die keine schwere Erkrankung darstellen, lohnt sich also nur PremiumPlus wirklich. Dieser Tarif erstattet zusätzlich Sehhilfen mit bis zu 250 Euro alle zwei Jahre und übernimmt auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente.
Keine Wartezeit, aber Gesundheitsprüfung beim Abschluss
Beim Abschluss gibt es keine Wartezeiten, dafür aber eine Gesundheitsprüfung mit Fragen zu bestehenden Krankheiten und Vorerkrankungen. Wer bereits Hautkrankheiten oder andere Vorerkrankungen hat, muss diese angeben – das kann den Beitrag beeinflussen oder zu Ausschlüssen führen. Reine Heilpraktiker-Behandlungen sind generell nicht versichert, ebenso wenig Corona-Antikörper-Tests. Die Beiträge steigen zudem mit dem Alter der versicherten Person.
Jahreskosten und möglicher Bonus: Was Versicherte einplanen sollten
Daraus ergeben sich im Jahr rund 460,92 Euro Kosten. Diese lassen sich als Vorsorgeaufwendung steuerlich geltend machen, wobei für Arbeitnehmer ein Höchstbetrag von 1.900 Euro jährlich gilt – die Zusatzversicherung schöpft diesen Rahmen also bei Weitem nicht aus.
Wer die Police über eine Kooperation mit einer bestimmten Betriebskrankenkasse abschließt, kann zusätzlich einen Bonus von bis zu 150 Euro pro Jahr erhalten, was die effektive Belastung weiter senkt.
Relevant wird das Thema auch mit Blick auf 2027: Eine Gesundheitsreform kündigt dann Kürzungen bei Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und höhere Zuzahlungen an, während die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen sollen. Wer heute schon privatärztliche Behandlungen bei Haut- oder Ästhetikthemen nutzen möchte, sichert sich damit unabhängig von künftigen Kürzungen ab.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.