Die Zeitumstellung 2026 findet in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober statt. Die Uhren werden von Sommerzeit auf Normalzeit zurückgestellt, wodurch der Sonntag insgesamt 25 Stunden hat.
Der Termin im Oktober
Um 3 Uhr Sommerzeit werden die Uhren auf 2 Uhr Normalzeit zurückgestellt, die Umstellung erfolgt EU-weit einheitlich um 1 Uhr Weltzeit. Mit der Umstellung endet die Mitteleuropäische Sommerzeit, und die Mitteleuropäische Zeit, auch Normalzeit genannt, beginnt.
In dieser Nacht taucht die Stunde von 2 bis 3 Uhr gleich zweimal hintereinander auf. Die nächste Umstellung auf Sommerzeit folgt am 28. März 2027, wenn die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt wird.
Warum es die Stunde überhaupt gibt
Die Zeitumstellung in ihrer heutigen Form gibt es in Deutschland seit 1980, in Italien und Frankreich bereits seit den 1960er-Jahren. Seit 1996 gilt europaweit der Rhythmus, wonach die Uhren am letzten Sonntag im Oktober zurück- und am letzten Sonntag im März vorgestellt werden.
Bereits 2019 votierte das Europaparlament dafür, die Praxis ab 2021 abzuschaffen, doch bislang ist keine Einigung erfolgt, sodass die Regelung mindestens bis Ende 2026 fortgilt.
Folgen für Bahnreisende
Nach Angaben der Deutschen Bahn kommen Züge am Morgen nach der Umstellung auf Winterzeit rund eine Stunde später am Ziel an, da sie der verlorenen Stunde hinterherfahren.
Nachtzüge, die zur Umstellungszeit unterwegs sind, halten an einem geeigneten Bahnhof und warten, bis die neue Zeit erreicht ist, bevor sie pünktlich weiterfahren. Anders sieht es bei S-Bahnen in Großstädten aus: Da sie ohnehin fast die ganze Nacht im Einsatz sind, läuft ihr Betrieb von der Umstellung unbeeinflusst weiter.
Münchens öffentliche Uhren
Verantwortlich für das Zeitsignal, das öffentliche Uhren in Deutschland empfangen, ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig; gesendet wird es über den Langwellensender DCF77 im hessischen Mainflingen nahe Frankfurt am Main.
In München betreut das städtische Baureferat etwa 180 öffentliche Uhren, davon 119 Kirchturmuhren. Wenn auf Winterzeit umgestellt wird, verharren deren Zeiger um 3 Uhr für eine Stunde, ehe sie sich wieder weiterbewegen.
Bei der Münchner Verkehrsgesellschaft sind es insgesamt etwa 1.500 öffentliche Uhren: Rund 100 Hauptuhren in den Betriebsräumen nehmen das Signal aus Mainflingen unmittelbar auf, etwa 1.000 weitere befinden sich an Bahnsteigen und Zugzielanzeigern, und nochmals rund 500 sind an Bus- und Tramhaltestellen sowie in Zwischengeschossen installiert.
Die Uhr, die rückwärts läuft
Eine Münchner Besonderheit bleibt von der Umstellung unberührt: Die Turmuhr am Isartor läuft auf der Seite zum Tal dauerhaft gegen den Uhrzeigersinn. Die rückwärts laufende Uhr ist eine Anspielung auf den Komiker Karl Valentin und sein Museum im Tor.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.