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So lässt sich das Haarwachstum anregen

Frauen wie Männer träumen von gesundem und vollem Haar. Aus verschiedenen Gründen klappt es mit der Wunschvorstellung leider nicht immer. Warum das so ist und was man dagegen tun kann? Aesthetik.com hat recherchiert.

Unsere Haare wachsen nicht immer so schnell, wie wir es gerne hätten. Dafür können verschiedene Faktoren verantwortlich sein.

Eine wichtige Rolle spielt etwa die Genetik. Einige Menschen haben von Natur aus schneller wachsendes Haar, während das Wachstum bei anderen langsamer verläuft. Vor allem mit zunehmendem Alter häuft sich schütteres oder langsam wachsendes Haar. Dafür verantwortlich sind meist hormonelle Veränderungen. Diese beeinflussen oft auch in der Pubertät, Schwangerschaft und Menopause die Struktur, Länge und Dichte unserer Haare.

Wenn das Haarwachstum stark beeinträchtigt ist oder plötzlicher Haarausfall auftritt, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die genaue Ursache zu ermitteln und eine entsprechende Behandlung zu erhalten. In allen anderen Fällen können ein paar einfache Tipps zu einer schönen Mähne beitragen.

Mann blickt in den Spiegel und kämt sich sein Haar

Die richtige Pflege

Eine essenzielle Maßnahme für gesundes und starkes Haar ist die regelmäßige Anwendung feuchtigkeitsspendender Pflegeprodukte auf der Kopfhaut. Bei der Auswahl von Styling- und Pflegeprodukten ist es wichtig darauf zu achten, dass diese sanft und hautverträglich sind. Die Verwendung von Glätteisen und Lockenstab sollte generell eher vermieden werden, da die Hitze das Haar austrocknen und zu Brüchen führen kann.

Haarwachstums-Shampoos

Solche Produkte enthalten oft Koffein, welches die Durchblutung der Kopfhaut stimulieren soll. Dadurch sind die Haarfollikel besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu schnellerem Haarwachstum führen kann.

Wichtiger Tipp: Um die maximale Wirkung entfalten zu können, sollte Koffein direkten Kontakt mit den Haarfollikeln haben. Daher ist es ratsam, das Shampoo gründlich einzumassieren und kurz einwirken zu lassen.

Haarwachstums-Seren

Sie enthalten ähnliche Wirkstoffe wie spezielle Shampoos, werden jedoch direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und können daher länger einwirken. Die tatsächliche Wirksamkeit ist ebenso wie jene von Shampoos nicht bestätigt und individuell verschieden.

Kopfhautmassage

Obwohl es keine wissenschaftliche Bestätigung dafür gibt, dass eine Kopfmassage das Haarwachstum beeinflusst, kann sie dennoch vorteilhaft sein. Durch den Druck der Finger regt man die Durchblutung der Kopfhaut an, ähnlich wie durch Koffein. So erhalten die Haarfollikel mehr Sauerstoff und Nährstoffe.

Besonders gut für eine Massage geeignet sind Oliven- oder Mandelöl. Am besten lässt man das Öl über Nacht einwirken und wäscht es erst am nächsten Morgen aus.

Ernährung

Verschiedene Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für kräftiges und gesundes Haar. Durch eine ausgewogene Ernährung erhalten wir alle notwendigen Nährstoffe für die Haare. Vor allem Obst und Gemüse sowie gesunde Fette aus Avocado und Nüssen tragen positiv zum Haarwachstum bei.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel können eine Rolle beim Haarwachstum spielen, insbesondere wenn Mängel an bestimmten Nährstoffen vorliegen. Hier einige Nährstoffe, die wichtig für gesundes Haarwachstum sind:

  1. Proteine: Das Haar besteht hauptsächlich aus Protein, daher ist eine ausreichende Proteinaufnahme wichtig.
  2. Vitamine: Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E und verschiedene B-Vitamine (insbesondere Biotin und Niacin) sind wichtig für gesundes Haarwachstum. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. 
  3. Mineralstoffe: Eisen, Zink, Selen und Magnesium sind Mineralstoffe, die Wachstum und Reifung der Haarzellen fördern.

Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sind. Idealerweise sollte die Mehrheit der Nährstoffe aus einer vielfältigen und ausgewogenen Ernährung stammen.

Bevor man zu Nahrungsergänzungsmitteln zur Förderung des Haarwachstums greift, ist es außerdem sinnvoll, mit einem Arzt zu sprechen, um sicherzustellen, dass man die jeweils richtigen Nährstoffe einnimmt und um mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu berücksichtigen.

Zaubermittel MSM?

MSM, auch bekannt als Methylsulfonylmethan, ist eine natürliche Verbindung, die in Pflanzen, Tieren und Menschen vorkommt. Es ist besonders reichlich in rohem Fisch und Fleisch zu finden, wird aber oft durch Kochen und Verarbeitung reduziert, was zu einer geringeren Aufnahme durch die Nahrung führt.

Haare bestehen größtenteils aus Keratin, und MSM spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung dieses Proteins, da es leicht in das Gewebe eindringt und die Bindungen unterstützt, die das Haar gesund und stark halten. Zudem fördert es die Wachstumsphase der Haarfollikel.

Die Einnahme von konzentriertem MSM kann daher eine effektive Möglichkeit sein, die Schwefelzufuhr zu erhöhen. Studien haben zudem gezeigt, dass MSM den Glanz der Haare verbessern kann. Einen Versuch ist die kontrollierte Einnahme also sicherlich wert.

Welche Kosmetikprodukte sollte man im Kühlschrank lagern?

Wenn die Temperaturen steigen, geraten nicht nur wir ins Schwitzen, sondern auch unsere Kosmetik- und Hautpflegeprodukte. Gerade im Sommer ist es daher wichtig, sie vor den negativen Auswirkungen von Hitze zu schützen. Und zwar, indem man sie gekühlt aufbewahrt.

Fakt ist: UV-Strahlung und Hitze können die Wirkstoffe in Hautpflege- und Kosmetikprodukten beeinträchtigen. Zusätzlich können zu hohe Temperaturen dazu führen, dass sich die Inhaltsstoffe voneinander trennen. Öle und Wachse lösen sich beispielsweise von den wasserbasierten Bestandteilen, was dazu führt, dass Cremes und Seren unbrauchbar werden. Doch cool bleiben, wer ein paar Tipps beherzigt, der kann maximal von der Wirkung diverser Produkte profitieren und diese sogar unter Umständen intensivieren.

Welche Produkte bevorzugen es kühl?

Diesem Szenario gilt es, vorzubeugen. Eine Lagerung von Kosmetikprodukten in einem kühlen und dunklen Raum verhindert nicht nur das Verderben, sondern auch das Wachstum von Bakterien. Denn gerade die fühlen sich besonders wohl in feuchter Wärme und können uns mitunter Schaden wie Entzündungen, Reizungen und Allergien zufügen. Doch Vorsicht. Nicht alle Produkte sind für den Kühlschrank geeignet. Make-up sollte zum Beispiel nicht im Kühlschrank gelagert werden, Raumtemperatur reicht hier wirklich aus.

Einige Produkte entfalten ihre Wirkung jedoch am besten bei einer konstanten Temperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Das hat mehrere Gründe: Zum einen schützt es die empfindlichen Wirkstoffe vor dem Verfall und verhindert das unerwünschte Wachstum von Bakterien. Zum anderen bieten gekühlte Produkte eine erfrischende Wirkung auf der Haut, die besonders an heißen Tagen angenehm ist.

Diese Kosmetikprodukte profitieren von einer Lagerung im Kühlschrank:

  • Vitamin C: Dieser Wirkstoff ist bekannt für seine verjüngende Wirkung und seine Fähigkeit, der Haut einen strahlenden Teint zu verleihen. Doch Vitamin-C ist empfindlich gegenüber direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen, daher sollte es im Kühlschrank aufbewahrt werden, um seine Wirksamkeit zu bewahren.
  • Retinol: Ähnlich wie Vitamin C ist Retinol ein aktiver Wirkstoff, der gegen Falten kämpft und Sonnenschäden reduziert. Eine kühle Lagerung verlängert seine Haltbarkeit und Wirksamkeit.
  • Fruchtsäuren: Produkte mit AHA- und BHA-Säuren, wie beispielsweise Fruchtsäurepeelings, bleiben bei kühleren Temperaturen stabiler und wirksamer.
  • Seren und Augencremes: Eine gekühlte Aufbewahrung sorgt nicht nur für eine erfrischende Anwendung, sondern kann auch dabei helfen, geschwollene Augen zu beruhigen und die Haut zu revitalisieren.
  • Feuchtigkeitscremes: Ein gekühlter Moisturizer bietet einen belebenden Frischekick, insbesondere morgens oder nach einem langen Tag.
  • Naturkosmetik: Da Naturkosmetik keine synthetischen Konservierungsmittel enthält, profitiert sie von einer gekühlten Lagerung, die ihre Haltbarkeit verlängert.
  • Tuchmasken, Augen-Pads und Après-Sun-Produkte: Diese Produkte bieten eine angenehme Kühlung und Linderung, insbesondere nach einem Tag in der Sonne.
  • Beauty-Tools: Gesichtsroller, Gua Sha Steine und ähnliche Tools können von einer gekühlten Aufbewahrung profitieren, da die Kälte ihre massierende Wirkung noch angenehmer macht und Schwellungen effektiv reduziert.
Frau hält Handy in der Hand und blickt in den Kühlschrank

Finger weg: Diese Kosmetikprodukte gehören nicht in den Kühlschrank

Einige Kosmetikprodukte sind nicht dazu gedacht, im Kühlschrank gelagert zu werden. Darunter etwa:

  • Puderprodukte: Puder in jeglicher Form, sei es Setting-Powder, Puder-Foundation, Lidschatten, Rouge, Bronzer oder Highlighter, gehören nicht in den Kühlschrank. Die feinen Puderpartikel können sich unter Kälteeinwirkung verklumpen, was das Produkt unbrauchbar macht. Es ist ratsamer, sie einfach in einer Schublade aufzubewahren, wo sie vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt sind.
  • Lippenstift: Auch Lippenstifte sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Paradoxerweise führt die Kälte dazu, dass der Lippenstift beginnt zu „schwitzen“, da sich die Öle von den Pigmenten trennen. Dies macht den Lippenstift trocken und bröckelig. Lippenprodukte fühlen sich bei Zimmertemperatur an einem lichtgeschützten Ort am wohlsten.
  • Nagellack: Die Meinungen zur Aufbewahrung von Nagellack im Kühlschrank sind geteilt. Einige behaupten, dass der Lack bei niedriger Temperatur seinen Glanz und seine Farbintensität behält und flüssig bleibt, während andere das Gegenteil behaupten. Eine Lagerung bei 15 bis 20 Grad Celsius sollte dem Nagellack jedoch nicht schaden. Es ist ratsam, den Lack vor der Anwendung etwa eine halbe Stunde lang bei Zimmertemperatur zu erwärmen.
  • Parfum: Auch bei der Lagerung von Parfum im Kühlschrank gibt es unterschiedliche Ansichten. Einige glauben, dass die Kühlung die Vermischung der Duftmoleküle verlangsamen und somit den Duft länger halten kann, während andere befürchten, dass der Duft durch die Kälte beeinträchtigt wird. Eine moderate Kühlung bei 15 bis 20 Grad Celsius sollte jedoch in Ordnung sein.

Kosmetik-Kühlschränke liegen im Trend

Ein Kosmetik-Kühlschrank, auch bekannt als Kosmetikfridge oder Beauty-Kühlschrank, ist ein kleiner Kühlschrank, der speziell für die Aufbewahrung von kosmetischen Produkten entwickelt wurde. Ein solcher Kosmetik-Kühlschrank hat normalerweise eine kontrollierte Temperatur, die niedriger ist als die Raumtemperatur, um die Haltbarkeit und Wirksamkeit der Produkte zu verlängern.

Mit ungefähr 40 bis 60 Euro ist der Kosmetikfridge keine allzu teure Anschaffung und sieht nebenbei ganz schön stylish aus.

Schöne Haare dank der CWC-Methode

Haare können eine ganz schön haarige Angelegenheit sein. Im Winter entzieht die Heizungsluft unseren Haarspitzen Feuchtigkeit, im Sommer sorgt die UV-Strahlung für Trockenheit und bruchanfälligen Spitzen.

Hinzu kommen Faktoren wie die Reibung an Gegenständen, Kleidung und Pölstern sowie Strapazen aufgrund von Colorationsverfahren und Stylingvarianten mit Hitze.

Das A & O lautet in allen Fällen: eine gute Pflege! Und genau die verspricht die CWC-Methode.

CWC-Methode als ultimativer Pflege-Tipp

Auf TikTok hat sich ein bisher noch eher unbekannter Haircare-Trend jetzt als besonderer Pflege-Tipp herauskristallisiert. Dabei sprechen wir von der sogenannten „CWC-Methode“. Diese soll für gepflegte Haare sorgen. Ohne kostspielige Prozeduren, ohne teure Friseurbesuche und ohne viel Zeitaufwand. Wie das funktionieren soll? Durch eine simple Änderung in der Haarwasch-Routine.

Wie die Methode funktioniert

Die CWC-Methode, kurz für „Conditioner – Waschen – Conditioner“, verfolgt eine unkomplizierte und zugleich praktische Strategie. Denn es geht nicht mehr nur darum, die Haare mit Shampoo zu reinigen, sondern sie noch während dem Waschvorgang doppelt zu pflegen.

So wird bereits vor dem eigentlichen Waschgang ein Conditioner auf die Haare aufgetragen. Die Haare werden anschließend mit Shampoo gewaschen und danach wieder mit Conditioner gepflegt.

Diese simple Technik verspricht, Haarschäden effektiv zu vermeiden und die Haare weich und gesund zu pflegen.

Kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Condition

Zunächst trägt man einen guten Conditioner auf die Haare auf und massiert diesen sorgfältig in die Längen und Spitzen ein. Am besten können die Wirkstoffe vom Haar aufgenommen werden, wenn man den Conditioner ein paar Minuten einwirken lässt. Das Haar ist idealerweise feucht, aber nicht zu nass.

Der Conditioner schützt vor Austrocknung und verhindert, dass Wasser und Shampoo tief ins Haar eindringen. Das ist wichtig, da Shampoo eine reinigende Funktion hat und dazu gedacht ist, Schmutz, Bakterien und Ablagerungen zu entfernen. Dazu raut es die Schuppenschicht der Haare auf, was den Haarlängen nicht unbedingt zugutekommen würde.

Schritt 2: Waschen

Nun ist es Zeit, die Haare zu reinigen. Dazu eignet sich am besten ein mildes Shampoo. Wer die Kopfhaut sanft massiert, kann zusätzlich das Haarwachstum anregen. Beim Ausspülen verteilt sich das Shampoo über das gesamte Haar und reinigt es gründlich, ohne es dabei auszutrocknen.

Schritt 3: Condition

Nach dem Waschen ist vor dem Waschen. Um die Schuppenschicht wieder zu schließen und das Haar optimal mit Nährstoffen zu versorgen, arbeitet man ein weiteres Mal einen Conditioner in die Längen und Spitzen ein. Auch hier gilt wieder, eine Einwirkzeit von zumindest 2 Minuten zu beachten. Dieser letzte Schritt versiegelt die Haare, macht sie kämmbar und lässt sie weich und gesund aussehen.

Frau hält Conditioner in der Hand

Welcher Conditioner ist für die CWC-Methode geeignet?

Für die CWC-Methode empfehlen sich feuchtigkeitsspendende Conditioner mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure und pflegenden Ölen wie Mandel- oder Arganöl, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Auch Wirkstoffe wie Keratin oder Protein haben sich bewiesen.

Achtung Olaplex: Wer Olaplex-Produkte verwendet bzw. eine Olaplex-Behandlung beim Friseur durchführen hat lassen, der sollte sich gut darüber informieren, welche Inhaltsstoffe geeignet sind. Denn: Nicht alle Produkte sind Olaplex-kompatibel!

Perfekt für coloriertes Haar

Normalerweise entfernen die reinigenden Inhaltsstoffe im Shampoo bei jeder Haarwäsche auch Farbpigmente. Wenn jedoch vor dem Shampoonieren Conditioner aufgetragen wird, bildet dieser eine schützende Barriere um das Haar. Das Ergebnis: Die Haarfarbe bleibt länger erhalten. Natürlich hängt die Dauerhaftigkeit der Haarfarbe von verschiedenen Faktoren ab, aber ein wenig zusätzlicher Schutz schadet sicherlich nicht.

Ist die CWC-Methode den Hype wert?

Definitiv ja! Die CWC-Technik bietet den Vorteil, dass der Conditioner von Anfang an als eine Art schützender Film um die Haare wirkt, der sie vor den negativen Auswirkungen von Shampoo und Wasser bewahrt. Dadurch können Haarschäden vermieden und den Haaren zusätzliche Feuchtigkeit zugeführt werden. Die Haarpracht dankt es mit Glanz, Geschmeidigkeit und super Kämmbarkeit. Gute Conditioner gibt es bereits für kleines Geld, sodass auch der Geldbeutel profitiert.

Augenpads – Mildern sie Augenringe und geschwollene Lider wirklich?

Legte man sich einst gekühlte Gurkenscheiben auf die Augen, sind es heute bevorzugt Augenpads. Die kleinen selbstklebenden Kissen enthalten wertvolle Wirkstoffe und sollen für einen wachen Blick sowie als Anti-Aging-Booster dienen.

Wer kennt es nicht? Wir wachen morgens auf, blicken auf die Uhr und würden uns am liebsten noch einmal zur Seite drehen und weiterschlafen. Nicht nur der Körper befindet sich noch im Ruhemodus, auch die Augen sind gerne weiterhin auf Schlaf programmiert. Und dementsprechend sehen sie dann meist auch aus. Müde, „puffy“, geschwollen. Das Auflegen eines kalten Löffels als Notfallmaßnahme hilft da oft ebenso wenig wie der Gurkenscheiben-Klassiker. Zum Glück hat sich die Beauty-Branche auch für dieses ästhetische „Problem“ eine praktische Lösung einfallen lassen: Augenpads.

Was können Augenpads wirklich?

Augenpads sind hauchdünne Masken, die speziell für die empfindliche Haut um die Augen herum gemacht sind. Dabei sind sie in eine Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen getränkt, die dazu beitragen sollen, Augenringe, Schwellungen und feine Linien zu reduzieren.

Beliebte Inhaltsstoffe sind beispielsweise Hyaluronsäure, Koffein, Antioxidantien wie Vitamin C und sogenannte „Peptide“.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

  • Hyaluronsäure: Diese Substanz hilft, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern und sie zu hydratisieren.
  • Koffein: Es fördert die Durchblutung und kann helfen, Augenringe zu verringern.
  • Vitamin C: Dieser Wirkstoff hat aufhellende Eigenschaften und kann das Erscheinungsbild von dunklen Flecken verbessern.
  • Peptide: Sie unterstützen die Produktion von Kollagen und sorgen dafür, das Auftreten feiner Linien zu reduzieren.
Frau mit Augenpads blickt in den Spiegel

Die richtige Anwendung

Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, ist es ratsam, die Pads etwa 20 Minuten auf der Haut zu lassen. So können die Inhaltsstoffe besonders gut eindringen und ihre Wirkung entfalten. Ein leichtes Brennen beim Anbringen der Augenpads kann am Anfang normal sein. Die Haut unter den Augen ist sehr fein und sensibel. Sollte man jedoch durchgehend ein unangenehmes Gefühl von Juckreiz, Brennen oder Rötung wahrnehmen, sollte man lieber auf andere Masken und Wirkstoffe umsteigen.

Beauty-Experten empfehlen die Anwendung von Augenpads 2 bis 3 Mal pro Woche und zwar jeweils morgens und abends nach der Gesichtsreinigung. Die Häufigkeit der Anwendung von Augenpads hängt aber primär vom individuellen Hautzustand ab, der durch Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Lebensgewohnheiten beeinflusst wird.

Nur wenige Augenpads sind wiederverwendbar

Viele auf dem Markt erhältliche Augenpads sind leider nur für den einmaligen Gebrauch gedacht und müssen nach der Anwendung entsorgt werden. Allerdings bieten immer mehr Hersteller im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewegung Augenpads aus Materialien wie PU-Gel oder Silikon an. Diese werden in einem Behälter aufbewahrt, der mit Substanzen wie Hyaluron getränkt ist, und können bis zu 40 Mal wiederverwendet werden.

Beauty-Tipp: Augenpads im Kühlschrank aufbewahren

Für eine kühlende und angenehm erfrischende Wirkung, speziell an heißen Tagen, empfiehlt es sich, die Augenpads vor der Anwendung im Kühlschrank aufzubewahren.

Die Kälte kann Schwellungen noch besser reduzieren, indem sie die Blutgefäße verengt und die Haut strafft.

Gekühlte Augenpads sind damit der ideale Frischekick für müde Augen, Tränensäcke und Augenringe und sorgen in nur wenigen Minuten für einen wachen Blick.

Halten Augenpads, was sie versprechen?

Augenpads sind mit Sicherheit eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Hautpflegeroutine. Hochwertige Wirkstoffe tragen dazu bei, die empfindliche Haut unter den Augen zu pflegen und Anzeichen von Stress, Müdigkeit und Alter zu bekämpfen.

Bei einer Vielzahl an verschiedenen Produkten auf dem Markt gilt es allerdings, auf Qualität zu achten und die individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Hat man erst einmal das passende Produkt für sich gefunden, sind sichtbare Effekte zu erwarten und man kann bei einer regelmäßigen Anwendung davon ausgehen, Augenringen, Linien, Falten und Schwellungen vorzubeugen.

Kosmetische Beinverlängerung: Experten warnen

Operative Beinverlängerungen werden normalerweise aus medizinischen Gründen durchgeführt, um Personen mit körperlichen Missbildungen oder Ungleichgewichten zu helfen. Jedoch gewinnen in jüngster Zeit auch ästhetische Motive zunehmend an Bedeutung.

In Europa und den USA schreitet der Trend zu Beinverlängerungen derzeit noch schleichend voran. In asiatischen Ländern wie Südkorea, Japan und China boomt der Markt für diese Art von Schönheitsoperation.

Leiden für ein paar Zentimeter mehr

Die medizinische Indikation für eine Beinverlängerung besteht bei Beinverkürzungen aufgrund von Unfällen, angeborenen Fehlbildungen oder Kleinwuchs.

Eine Operation aus ästhetischen Gründen wird zwar von einigen Ärzten durchgeführt, von vielen aber auch stark kritisiert. Denn: Der Eingriff ist risikoreich und in der Regel mit starken Schmerzen während der Heilungsphase verbunden.

Diese Argumente scheinen zahlreiche Patienten jedoch nicht wirklich abzuschrecken. Vor allem asiatische Frauen nehmen Risiken in Kauf. In ihrem Kulturkreis ist die Größe ein wichtiger Maßstab, Schönheitsoperationen alles andere als außergewöhnlich.

Und auch in Europa nehmen operative Beinverlängerungen allmählich zu. Lange, makellose Beine sind auch hierzulande für viele immer noch ein Schönheitsideal, besonders für Models. Die ehemalige Germany’s Next Topmodel-Kandidatin Theresia Fischer griff dafür zu extremen Maßnahmen.

Um ihren Traum vom Modeln zu verwirklichen, unterzog sich die heute 32-Jährige erstmals 2016 einer operativen Beinverlängerung. Dadurch gewann sie 8,5 Zentimeter an Körpergröße. Doch das war der Hamburgerin immer noch zu wenig. Nach siebenjähriger Prozedur und zwei Operationen präsentierte das Model im März 2023 schließlich das endgültige Ergebnis. Die Länge ihrer Beine hat 14 Zentimeter zugelegt und sie von 1,70 Meter auf 1,84 Meter wachsen lassen.

Theresia Fischer mit Krücken auf dem roten Tepppci
Theresia Fischer mit dem Endergebnis ihrer Beinverlängerung im Jahr 2022. Krücken brauchte sie immer noch. (Tristar Media/Getty Images Entertainment via Getty Images)

Wie funktioniert eine Beinverlängerung?

Die Geschichte der Beinverlängerung reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1889 führten Hopkins und Penrose intraoperativ eine Knochenverlängerung durch, indem sie einen Knochenblock einführten. Alessandro Codivilla führte 1905 operative Techniken zur Verlängerung der unteren Extremitäten ein. Diese frühen Verfahren hatten jedoch eine hohe Komplikationsrate, insbesondere während der Knochenheilungsphase, und das Ziel der Knochenverlängerung wurde oft nicht erreicht.

Heutzutage werden bei einer kosmetischen Beinverlängerung normalerweise sowohl Ober- als auch Unterschenkel operativ verlängert. Dies geschieht mittlerweile durch das Durchtrennen der Knochen und Fixieren mit einem Verlängerungsnagel. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Hautschnitt entweder über der Hüfte oder unterhalb der Kniescheibe. Durch Fernsteuerung wird der Nagel täglich um einen Millimeter verlängert und die Dauer der Behandlung hängt davon ab, wie viele Zentimeter das Bein „wachsen“ soll.

Die Entscheidung, sich die Beine verlängern zu lassen, ist eine schmerzhafte, langwierige und oft teure Angelegenheit, besonders wenn die Operation aus rein kosmetischen Gründen erfolgt und nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Die Kosten für die gesamte Behandlung liegen zwischen 45.000 und 96.000 Euro.

Experten warnen

Jede Operation weist Risiken auf. Die kosmetische Beinverlängerung sei laut Expertenmeinungen aber besonders gefährlich. So besteht das Risiko, dass Gefäße, Nerven, Knochen oder Weichteile verletzt werden. Die Implantation des Nagels ins Innere des Knochens kann außerdem zu einer negativen Reaktion des Körpers führen. Darüber hinaus ist die Gefahr auf Infektionen an Haut, Bindegewebe oder Knochen, einschließlich einer Infektion des implantierten Nagels, gegeben, was sehr schmerzhaft und nur schwer zu behandeln sein kann.

Die Entscheidung für einen solchen Eingriff sollte also äußerst sorgfältig und gründlich überdacht werden. Es sei daran gedacht, dass er nicht nur mögliche Komplikationen birgt, sondern auch das gesamte Skelettsystem betrifft und langfristige Auswirkungen haben kann. Im Gegensatz zur Brustvergrößerung, auf der man nicht laufen muss, kann eine Beinverlängerung nämlich das Mobilitätsvermögen einer Person beeinträchtigen. Und zwar über viele Jahre hinweg.

Steht die Aussicht auf ein paar zusätzliche Zentimeter Beinlänge wirklich im Verhältnis dazu, sich einer Operation zu unterziehen und bewusst schwerwiegende Risiken einzugehen? Wahrscheinlich nicht!

Shellac-, Acryl- oder Gelnägel? Welche Maniküre ist die beste?

Schöne Nägel tragen zu einem gepflegten Äußeren bei. Kein Wunder also, dass Nagelstudios gut besucht sind. Für eine professionelle Maniküre benötigt man neben Zeit und Geld aber auch ein wenig Wissen. So gibt es unterschiedliche Methoden mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, die es zu beachten gilt.

Shellac – die gesündeste Maniküre?

Im Vergleich zu Gel- und Acrylnägeln gelten Shellac-Nägel als gesünder für die Naturnägel. Es werden keine Kunstnägel angebracht, sondern lediglich ein Lack aufgetragen, der in einer UV-Lampe aushärtet. Das bedeutet zugleich, dass Shellac die eigenen Nägel nicht verlängern kann. Wer diese Art der Maniküre bevorzugt, der sollte also am besten warten, bis die Nägel die gewünschte Länge erreicht haben. Die Optik von Shellac-Nägeln gleicht natürlich lackierten Nägeln.

Vor der Anwendung von Shellac feilt die Maniküristin nur wenig vom eigenen Nagel ab, was dazu beiträgt, dass die Nägel gesünder bleiben.

Allerdings ist Shellac nicht für empfindliche Hände oder verletzte Nagelbetten geeignet. Das Entfernen der künstlichen Nägel gestaltet sich nämlich nicht ganz so einfach wie bei Acrylnägeln, da man einen Nagellackentferner auf Acetonbasis benötigt, der die Nägel und Hände austrocknen kann.

Shellac-Nägel halten in der Regel etwa drei Wochen. Die Kosten für diese Technik liegen normalerweise zwischen 30 und 50 Euro.

Mehrere Nagelschablonen mit unterschiedlichen Farben liegen nebeneinander

Gelnägel – der Klassiker

Gel-Nägel bestehen aus einem flüssigen Gel, das aus Acryl hergestellt wird. Bevor die Maniküristin die Nägel modelliert, raut sie die Naturnägel auf, damit die darauf aufgetragenen drei Schichten besser haften. Diese Schichten trägt sie einzeln auf und härtet sie dann unter einer UV-Lampe aus. Zum Abschluss wird eine Art Überlack aufgetragen, um ein schönes Finish zu erreichen.

Mit Gel-Nägeln stehen verschiedene Farben, Formen, Verzierungen wie Steinchen oder Nagel-Sticker und Toppings wie Glitzer oder Perlmutt-Schimmer zur Auswahl. Außerdem können Gel-Nägel die eigenen Nägel künstlich verlängern, sodass keine besonders langen Naturnägel erforderlich sind.

Egal, ob es sich um eine Tip-Modellage handelt, bei der eine künstliche Nagelspitze mit Kleber angebracht wird, oder um die Schablonen-Technik, bei der die Nagelspitzen mit Gel modelliert werden: Das Ergebnis von Gelnägeln ist haltbar und stabil.

Eine Auffrischung der Gel-Nägel ist alle drei bis fünf Wochen erforderlich. Denn obwohl das Gel nicht absplittert wie normaler Nagellack, wächst es heraus und hinterlässt eine Lücke. Die Kosten für eine Neumodellage liegen normalerweise zwischen 50 und 100 Euro. Das Auffüllen bereits bestehender Gelnägel ist in weiterer Folge meist günstiger und kostet meist zwischen 40 und 75 Euro.

Frau modelliert einer anderen Frau die Nägel

Nägel aus Acryl

Mit Acrylnägeln lassen sich die echten Nägel problemlos verlängern. Im Gegensatz zu Gelnägeln wird bei dieser Methode eine Flüssigkeit verwendet, in die Acrylpulver eingetaucht wird. Ein dünner Pinsel wird in die Flüssigkeit und dann in das Pulver getaucht, um eine Masse zu erzeugen, die schnell auf den Naturnagel aufgetragen und modelliert wird. Anschließend muss der Nagel aushärten, bevor er in Form gefeilt und poliert werden kann.

Acrylnägel ähneln Gelnägeln stark und ermöglichen fast jeden gewünschten Look. Sie sind jedoch noch härter und daher besonders bruchsicher. Beim Lackieren von Acrylnägeln sollte darauf geachtet werden, dass der Lack kein Aceton enthält, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die Acrylmasse vom Naturnagel löst.

Personen mit empfindlichen Händen oder Nägeln sollten besser auf Acrylnägel verzichten, da die langfristige Anwendung den natürlichen Nagel schwächen kann. Darüber hinaus können Risse in dem harten Material unter bestimmten Umständen das Nagelbett verletzen.

Wie bei Gel-Nägeln müssen auch Acrylnägel alle drei bis fünf Wochen in einem professionellen Studio erneuert werden. Die Kosten dafür liegen zwischen 40 und 100 Euro.

Welche Methode passt zu meinen Nägeln?

Die Wahl der richtigen Methode hängt von den individuellen Naturnägeln und Wünschen ab. Wenn jemand eine Verlängerung oder Verstärkung der Nägel wünscht, kommen nur Gel oder Acryl in Betracht, da Shellac die Nägel nicht verlängern kann.

Für Personen, die viel mit Wasser arbeiten, wie Friseure, Gastronomen oder Reinigungskräfte, sind Acrylnägel besser geeignet als Gel. Auch bei brüchigen Naturnägeln wird oft zu Acryl geraten.

Wenn die Naturnägel gesund sind und jemand eine Nagelverlängerung und Verstärkung wünscht, um sich für 3 bis 4 Wochen keine Gedanken machen zu müssen, wird eine Gelmodellage empfohlen.

Für diejenigen, die ihre Nägel lieber kurz tragen möchten, den Auftrag dünn halten und die Farbe gegebenenfalls selbst zu Hause entfernen möchten, ist Shellac die richtige Wahl. Allerdings sollten die Naturnägel gesund sein, da Shellac auf brüchigen Nägeln nicht gut hält.