Blog

Keratin-Glättung gegen kaputtes Haar

Ist das Haar frizzig, krause und stumpf? Eine Keratinglättung kann Abhilfe schaffen und das Haar wunderschön glänzen lassen.

Bei einer sogenannten „Keratinglättung“ wird das Haar mittels eines chemischen Vorgangs geglättet, gepflegt und gestärkt.

Dies gelingt, indem der Friseur eine spezielle Formel auf das Haar aufträgt, die in der Regel Keratinproteine und andere Inhaltsstoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Öle enthält.

So läuft eine Keratinglättung ab

Vorbereitung des Haares

Zuerst wird das Haar gründlich gewaschen, um Rückstände von Stylingprodukten und Schmutz zu entfernen. Anschließend wird das Haar vorsichtig getrocknet, um überschüssiges Wasser zu entfernen, jedoch ohne es komplett trocken zu föhnen.

Auftragen der Keratinmischung

In einem zweiten Schritt trägt der Friseur die Keratinmischung auf das Haar auf und lässt sie individuell lange einwirken.

Glättung des Haares

Nach der Einwirkzeit unterteilt man das Haar in kleine Abschnitte und glättet diese mit dem Glätteisen. Durch die Hitze des Glätteisens wird das Keratin aktiviert und versiegelt, was dazu beiträgt, das Haar glatt und glänzend zu machen.

Finish

Nachdem das gesamte Haar geglättet ist, wäscht der Friseur es gründlich durch, um überschüssiges Keratin zu entfernen. Meistens bekommen die Kunden dann noch einen Conditioner oder ein pflegendes Öl aufgetragen.

Lange glatte Haare

Welches Ergebnis darf man sich erwarten?

Nach einer Keratinbehandlung sollte das Haar für eine bestimmte Zeit nicht gewaschen oder gestylt werden, um sicherzustellen, dass das Keratin richtig einziehen kann. Zudem ist es wichtig, spezielle Pflegeprodukte zu verwenden, die für keratinbehandeltes Haar geeignet sind, um die Ergebnisse zu erhalten und das Haar gesund zu halten.

Je nach Haardicke, -Länge und -Dichte dauert eine Keratinglättung zwischen 1 und 3 Stunden. Die Haltbarkeit kann bis zu 6 Monate betragen. Danach kann man den Vorgang gegebenenfalls wiederholen.

Welche Vorteile hat eine Keratinglättung und gibt es Risiken?

Eine Keratinglättung kann einige Vorteile mit sich ziehen, kann aber auch unerwünschte Effekte hervorrufen. Kommen wir zunächst zu den positiven Aspekten.

Darunter sind die Glättung des Haares zu nennen sowie eine Stärkung dank Proteine, ein verbesserter Glanz und insgesamt gesünder wirkende Haare.

Allerdings, und damit kommen wir zu den eher negativen Punkten, kann eine Keratinglättung das Haar auch schädigen, zu Trockenheit, Spliss und Bruch führen. Zum Beispiel dann, wenn man bereits strapazierte Haare hat, die auf chemische Behandlungen und Hitze besonders sensibel reagieren.

Zudem sei erwähnt, dass einige Keratinglättungsbehandlungen Chemikalien wie Formaldehyd oder andere Aldehyde enthalten, die gesundheitsschädlich sein können.

Wie viel kostet eine Keratinbehandlung?

Kommen wir abschließend noch zu einer wichtigen Frage, jene nach den Kosten, die für eine solche Glättung anfallen.

Abhängig von der Ausgangssituation und dem jeweiligen Friseursalon kann man mit einem Preis zwischen 250 und 350 Euro rechnen.

Fazit

Eine Keratinglättung kann eine Option sein, wenn man glattes, frizzfreies Haar möchte. Allerdings sollte man die potenziellen Risiken und Nebenwirkungen unbedingt berücksichtigen.

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass chemische Behandlungen das Haar schädigen und zu Trockenheit, Brüchigkeit und Haarausfall führen können.

Es ist daher auf jeden Fall ratsam, sich vor einer solchen Behandlung gründlich und am besten von mehreren Friseuren beraten zu lassen.

K-Beauty-Trends: Was steckt wirklich dahinter?

K-Beauty boomt. Darunter versteht man den Hype um koreanische Beautyprodukte. Die koreanische Hautpflege scheint fast zu gut, um wahr zu sein. K-Beauty überzeugt auf ganzer Linie und ist seinen Hype definitiv wert.

K-Beauty: Die Faszination für makellose Schönheit

Die koreanische Hautpflege hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt und beeinflusst nicht nur die Schönheitsstandards, sondern auch die Wahrnehmung von Schönheit weltweit. Korean Beauty, kurz K-Beauty genannt, ist mehr als nur eine Hautpflege – es ist ein umfassendes Ritual. Inspiriert von Jahrtausende alten Methoden wird Ginseng, eine Wurzel mit antioxidativen und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften, sowohl von innen als auch von außen angewendet, um die Spannkraft der Haut zu erhöhen und einen ebenmäßigen Teint zu fördern. Ein charakteristisches Merkmal der K-Beauty ist die Betonung einer makellosen Haut. Koreanische Hautpflegeprodukte wie Sheet-Masken und BB-Cremes haben weltweit an Beliebtheit gewonnen. Ein berühmtes Beispiel ist die Marke „Laneige“, die von vielen K-Pop-Idolen unterstützt wird und für ihre feuchtigkeitsspendenden Produkte bekannt ist.

hellbrauner Hintergrund. Davor eine koreanische Frau von der Seite aufgenommen, die pinke Lippen, sehr ebenmäßige Haut, einen grünen auffälligen Lidstrich sowie lange türkise Ohrringe trägt

Diese Dinge laufen bei K-Beauty anders

In der Welt der Schönheit hat die koreanische Hautpflege, bekannt als K-Beauty, eine eigene Nische gefunden. Was unterscheidet sie von herkömmlichen Schönheitsritualen? Nun, für den Anfang setzt K-Beauty stark auf natürliche Inhaltsstoffe. Von Gelee-Cremes bis hin zu Feuchtigkeitsgels und Sheet-Masken verwenden Koreaner eine Vielzahl von Produkten, die auf die Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe setzen. Ein weiterer Unterschied liegt in der Philosophie, dass weniger mehr ist. Im Gegensatz zu stark geschminkten Gesichtern im Westen strebt die K-Beauty nach einem natürlichen Look mit makelloser Haut. Tierversuche sind in der koreanischen Hautpflegebranche ebenfalls tabu, was bedeutet, dass Produkte in Südkorea tierversuchsfrei sind und Verbraucher sie mit gutem Gewissen verwenden können.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Betonung der Bedeutung des Abschminkens. Koreanerinnen schminken sich sofort ab, wenn sie nach Hause kommen, um ihrer Haut Zeit zum Atmen zu geben und Unreinheiten vorzubeugen. Und schließlich, K-Beauty-Produkte sprechen für sich selbst. Es gibt keine aufwendigen Verpackungen oder große Marketingkampagnen – die Wirksamkeit der Produkte steht im Vordergrund. Dieses Konzept spiegelt sich auch im Preis wider, der im Vergleich zu anderen Beauty-Produkten oft erschwinglicher ist.

Chemie und Zusatzstoffe sind ein No-Go

In der Welt der koreanischen Hautpflege sind Chemie und unnötige Zusatzstoffe ein No-Go. Hier dreht sich alles um den Einklang mit der Natur. Alkohol, PEG oder Silikone haben in diesen Produkten nichts zu suchen. Stattdessen setzen koreanische Hautpflegeprodukte auf natürliche Inhaltsstoffe, die nicht nur die Haut pflegen, sondern auch ihre Gesundheit fördern.

Durch die regelmäßige Anwendung von Hautpflegeprodukten mit bestimmten Inhaltsstoffen können verschiedene Vorteile für die Haut erzielt werden. Ein solcher Inhaltsstoff ist Ceramid, der dazu beiträgt, die Haut zu stärken und sie vor dem Austrocknen zu schützen. In Kombination mit Ceramiden kann Hyaluronsäure verwendet werden, ein Bestandteil des menschlichen Bindegewebes, der die Haut hydratisiert und ihr ein strafferes Erscheinungsbild verleiht.

Grüner Tee ist ein weiterer häufig verwendeter Inhaltsstoff in koreanischen Hautpflegeprodukten. Bekannt für seine beruhigende Wirkung, hilft grüner Tee, Juckreiz zu lindern und die Haut zu beruhigen. Für diejenigen, die unter Hautunreinheiten leiden, ist Teebaumöl eine beliebte Wahl. Seine antibakteriellen Eigenschaften helfen, Unreinheiten zu bekämpfen und die Talgproduktion zu reduzieren.

Schließlich ist Aktivkohle ein effektiver Inhaltsstoff zur tiefen Reinigung der Haut. Sie kann Verschmutzungen effektiv binden und die Poren gründlich reinigen. Durch die Kombination dieser Inhaltsstoffe in der Hautpflege können verschiedene Bedürfnisse der Haut adressiert werden, von der Hydration über die Beruhigung bis hin zur Reinigung und Bekämpfung von Unreinheiten.

Weitere Inhaltsstoffe, die oft in koreanischer Hautpflege zu finden sind, sind Algen, Aloe Vera, Bambus, Ginseng, Honig, Lotusblume, Perlmutt und Schneckenschleim. Interessanterweise gibt es in Korea strenge Richtlinien für die Kennzeichnung von natürlichen Produkten, was bedeutet, dass Produkte bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um dieses Siegel zu erhalten.

Eine koreanische Frau liegt auf einer Massageliege. Ihr Kopf wird von zwei Händen massiert

Strahlende Augen, perfekte Konturen

Ein weiteres herausragendes Merkmal der K-Beauty sind die Augen. Viele K-Pop-Idole haben große, mandelförmige Augen, die oft durch Make-up-Techniken wie Eyeliner und Wimpernverlängerungen betont werden. Neben der Haut und den Augen legt die koreanische Hautpflege auch Wert auf bestimmte Gesichtsformen und Konturen. Ein schmales Gesicht mit einer V-förmigen Kinnlinie gilt als besonders attraktiv.

Vielfalt und Inklusivität: Neue Standards in der Schönheitsbranche

Trotz der Betonung bestimmter Schönheitsideale hat die koreanische Hautpflege auch zur Akzeptanz von Vielfalt und Inklusivität beigetragen. K-Beauty setzt neue Maßstäbe, indem sie Mitglieder verschiedener ethnischer Hintergründe und Körpertypen umfasst und so dazu beiträgt, die Vorstellung von Schönheit zu erweitern und eine inklusivere Gesellschaft zu fördern.

K-Beauty betont aber nicht nur äußere Schönheit, sondern auch gesunde Lebensgewohnheiten und Selbstfürsorge. Daher gibt es auch zahlreiche Ernährungstipps und mentale Gesundheitspraktiken, die derzeit boomen.

Körperstraffung ohne OP – Welche Möglichkeiten gibt es?

Eine Körperstraffung erfordert nicht zwangsläufig eine OP. Es existieren verschiedene nicht invasive Verfahren, die dazu beitragen können, den Körper wieder in Form zu bringen.

Warum erschlafft die Haut?

Die Haut kann aus verschiedenen Gründen schlaff werden. Mit zunehmendem Alter verliert sie beispielsweise oft an Elastizität und Festigkeit. Dies ist auf den natürlichen Rückgang der Produktion von Kollagen, Elastin und Proteinen zurückzuführen, die für die Struktur und Elastizität der Haut verantwortlich sind.

Zudem kann ein schneller bzw. signifikanter Gewichtsverlust zu schlaffer Haut führen, weil sich die Haut meist nicht schnell genug an die veränderte Körperkontur anpassen kann.

Während der Schwangerschaft wird die Haut außerdem besonders beansprucht. Um Platz für das wachsende Baby zu schaffen, dehnt sie sich extrem. Nach der Geburt kann sie dann schlaff werden und kehrt häufig lange nicht oder gar nicht mehr in ihren früheren Zustand zurück.

Übermäßige Sonnenexposition, Rauchen und ein ungesunder Lebensstil fordern die Haut zudem heraus und beschleunigen nicht selten die Hautalterung bzw. die Hautelastizität.

Ist die Haut erst einmal in Mitleidenschaft gezogen, helfen oft nur mehr Methoden aus der Ästhetik, um sie wieder zu straffen. Wer sich dafür nicht gleich unters Messer legen will, der hat eine Vielzahl von anderen Methoden, die ihm zur Verfügung stehen.

HIFU

HIFU (High Intensity Focused Ultrasound) ist eine fortschrittliche Methode zur Körperstraffung, bei der gebündelte Ultraschallwellen zum Einsatz kommen. Diese Ultraschallenergie erzeugt kleine Hitzebereiche unter der Haut, was die natürlichen Regenerationsprozesse anregt und das Wachstum neuer Kollagenfasern fördert.

Durch diese Behandlung kann man das Bindegewebe stärken, was zu einem strafferen und glatteren Hautbild führt. Um die Haut vor übermäßiger Hitze zu schützen, verwendet man während der Behandlung ein kühlendes Gel.

Dank eines modernen Ultraschallgeräts können sämtliche Körperbereiche wie Gesicht, Hals, Dekolleté, Oberarme, Oberschenkel, Gesäß und Bauch behandelt werden. Es ist sogar möglich, mehrere Regionen gleichzeitig zu behandeln, was eine umfassende Straffung des gesamten Körpers ermöglicht.

Eine typische Behandlungsdauer für ein Gebiet beträgt etwa 30 bis 40 Minuten. Die Behandlung mit HIFU wirkt langanhaltend und führt zu einer allmählichen Bildung von wichtigem Kollagen nach nur einer Anwendung. Daher ist es oft nur ein- oder zweimal erforderlich und bietet eine Wirkdauer von bis zu einem Jahr.

Ultraschallgerät wird an Oberschenkel einer Frau angewandt

Carboxy Therapie

Die Carboxy Therapie ist eine medizinische Behandlung, bei der medizinisches Kohlendioxidgas (CO2) in die Haut oder das Unterhautgewebe injiziert wird. Häufig setzt man die Behandlung zur Verbesserung des Hautbildes ein. Die Therapie kann dabei verschiedene Anwendungen haben. Dazu gehört unter anderem die Cellulite-Reduktion, bei der die Carboxy Therapie hilft, das Erscheinungsbild von Cellulite zu reduzieren, indem sie die Durchblutung und den Stoffwechsel im behandelten Bereich verbessert.

Außerdem kann die Carboxy Therapie zur Fettreduktion eingesetzt werden, da sie Fettzellen zerstören oder verkleinern kann.

Die Behandlung ist des Weiteren gut zur Hautstraffung geeignet, weil sie die Produktion von Kollagen und Elastin stimuliert, was zu einer verbesserten Hautfestigkeit und -elastizität führt.

Bewährt hat sich diese Methode auch zur Verbesserung von Dehnungsstreifen. Immerhin regt sie die Kollagenproduktion in der Haut an und fördert die Durchblutung.

Typischerweise erfolgt die Behandlung in mehreren Sitzungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Mesotherapie

Bei der Mesotherapie verwendet man, ähnlich wie bei der Carboxy Therapie, Mikroinjektionen. Anstatt CO₂-Gas werden jedoch Naturheilmittel wie Hyaluronsäure, Vitamine oder Antioxidantien injiziert. Die Mischung der Wirkstoffe ist individuell auf den Patienten abgestimmt.

Radiofrequenz Therapie

Die Radiofrequenz Therapie findet man oft in Kombination mit der Carboxy Therapie. Durch Radiowellen erwärmt man die Haut bis in tiefe Schichten, was die Kollagenproduktion anregt und den Stoffwechsel beschleunigt. Dies verleiht dem behandelten Gewebe ein aufgepolstertes Aussehen.

Die Radiofrequenz Therapie hat viele Anwendungsbereiche, darunter die Hauterneuerung, Narbenbehandlung, Fettreduktion und die Reduzierung von Cellulite.

Für sichtbare Ergebnisse sind mehrere Behandlungen empfohlen.

Vorsorge ist das A & O

Allen jenen, die sowohl auf invasive als auch auf nicht invasive Methoden zur Körperstraffung verzichten möchten, seien diese Tipps ans Herz gelegt.

Regelmäßige Bewegung

Krafttraining und Cardio-Übungen können helfen, Muskeln aufzubauen und Fett zu verbrennen, was zu einem strafferen Körper führt.

Frau macht Gymnastik zur Körperstraffung

Gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Protein, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist, kann dazu beitragen, das Gewicht zu kontrollieren und die Hautgesundheit zu verbessern. Ausreichend Wasser zu trinken ist wichtig, um die Hautgesundheit zu unterstützen und die Elastizität zu verbessern.

Hautpflege

Die Verwendung von Feuchtigkeitscremes und Produkten mit Inhaltsstoffen wie Kollagen, Vitamin C und Hyaluronsäure kann die Hautstraffung unterstützen.

Massage

Massagen können die Durchblutung fördern und die Hautstraffung unterstützen. Spezielle Techniken wie Lymphdrainage-Massagen können helfen, überschüssige Flüssigkeiten abzuleiten und Cellulite zu reduzieren.

Gewichtskontrolle

Ein gesundes Gewicht zu halten, kann dazu beitragen, überschüssige Haut zu minimieren und die straffe Erscheinung des Körpers zu erhalten.

Gute Haltung

Eine aufrechte Haltung kann dazu beitragen, die Muskeln zu stärken und das Erscheinungsbild eines strafferen Körpers zu verbessern.

Schlaf

Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Körpers und der Haut. Während des Schlafs werden Reparaturprozesse im Körper aktiviert, die zur Straffung der Haut beitragen können.

Mikrobiom und Hautgesundheit: Die Rolle von Probiotika

Das Mikrobiom ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze, die in einem bestimmten Lebensraum, wie etwa dem menschlichen Körper, existieren. Probiotika sind vor allem Bestandteile in bestimmten Nahrungsmitteln, die sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken. Auch für die Haut sind Probiotika äußerst nützlich.

Was sind Probiotika?

Probiotika enthalten lebende Mikroorganismen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Besonders positiv ist dabei die Wirkung auf die Darmflora. In natürlichen Lebensmitteln sind Probiotika vor allem in Joghurt, Käse und auch Sauerkraut zu finden.

Auch in probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln können Probiotika in Form von Kapseln oder Pulver aufgenommen werden. Probiotika in Hautpflegeprodukten kommen in letzter Zeit aufgrund der umfangreichen positiven Wirkungen auch immer stärker zum Einsatz.

Frau mit lila Hygienehandschuhen hält ihre Hände in die Kamera und zeigt Mikroorganismen in einem runden dünnen Reagenzglas

Was ist das Mikrobiom?

Das Mikrobiom ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die insbesondere im Darm, der Haut und im Mund vorhanden sind. Zu den lebenden Mikroorganismen zählen vor allem Bakterien, Viren, Pilze und Hefe. Das Mikrobiom des Darms beeinflusst dabei maßgeblich die Verdauung sowie das Immunsystem. Wenn das Mikrobiom im Gleichgewicht ist, sind viele gute Bakterien vorhanden, die wiederum auch die Hautflora positiv unterstützen.

Was kann das Mikrobiom der Haut aus dem Gleichgewicht bringen?

Die Haut ist anfällig für Veränderungen. Diese können durch innere (endogene) sowie äußere (exogene) Einflüsse bestimmt werden. Die UV-Strahlung der Sonne, die Feinstaubpartikel in der Luft, Nikotin, Stress, Schlafmangel, hormonelle Schwankungen sowie Medikamente und eine Mangelernährung tragen zu einer Verschlechterung der Hautflora bei. Auch die falsche Gesichtspflege kann das Gleichgewicht durcheinanderbringen.

Wie können Probiotika die Haut unterstützen?

Manchmal ist es nicht möglich, sich durchgängig richtig gesund zu ernähren, auf Medikamente zu verzichten oder sich nicht der Sonne und dem Feinstaub auszusetzen. Probiotika können daher unterstützen, die Hautflora wieder aufzubauen oder im Gleichgewicht zu halten.

Die kleinen lebenden Mikroorganismen sind in der Lage, auch UV-bedingte Hautzustände oder oberflächliche Blessuren zu lindern. Bei trockener und besonders empfindlicher Haut sind Lactobacillales (Milchsäurebakterien) zu empfehlen. Nach einer Einnahme dieser Probiotika über einen Zeitraum von vier Wochen wird die Haut nicht mehr so trocken sein.

Nahaufnahme einer Haut mit einer weißen Creme darauf

Studien zeigen auch, dass Probiotika bei Schuppenflechten, Rosacea oder Akne eine potenzielle Wirksamkeit zur Linderung von Symptomen entfalten. Die mikrobiellen Kulturen können dazu beitragen, das Ungleichgewicht im Hautmikrobiom zu korrigieren. Dadurch werden entzündliche Prozesse gemildert und die Hautbarriere gestärkt.

Darüber hinaus bieten probiotische Produkte auch einen vielversprechenden Anti-Aging-Effekt, indem sie den pH-Wert der Haut regulieren und antioxidativen Stress reduzieren. Probiotika werden mittlerweile häufig in Hautpflegeprodukten integriert. Dadurch können die Anwender von einer ganzheitlichen Unterstützung der Haut profitieren. Auch für die Prävention sind diese Maßnahmen nützlich.

Probiotika in der Gesichtspflege

Probiotische Kosmetik für die Gesichtspflege bietet eine Vielzahl von Optionen, die individuell oder in Kombination verwendet werden können. Die Produkte unterstützen in Summe eine gesunde Haut.

Der erste Schritt in Ihrer Pflegeroutine sollte immer eine gründliche Reinigung des Gesichts sein. Beginnen Sie mit einem Reinigungsgel, Reinigungsschaum oder einer Reinigungsmilch, gefolgt von einem alkoholfreien Gesichtswasser oder einem Mizellenwasser, um die Haut zu klären und zu beruhigen.

grau melierter Hintergrund mit den Buchstaben Probiotics einem Kochlöffel mit Kapseln sowie einer Abbildung des Darms in rot und blau

Ein Feuchtigkeitsserum mit Probiotika ist ein idealer zweiter Schritt in Ihrer Pflegeroutine. Es spendet Feuchtigkeit, zieht schnell ein und stärkt die Hautschutzbarriere. Man sollte morgens und abends einige Tropfen des probiotischen Serums auf die gereinigte und trockene Haut auftragen.

Ergänzt wird die Pflege mit einer probiotischen Tagescreme, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, vor äußeren Einflüssen zu schützen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Eine spezielle Augencreme mit Probiotika kann dazu beitragen, die dünne und sensible Haut der Augenpartie zu stärken und Trockenheitsfältchen zu reduzieren, wodurch die Haut einen strahlenden und jugendlichen Glanz erhält.

Probiotika unterstützen somit nicht nur das Mikrobiom, sondern auch eine gesunde, vitale Haut.

Mewing für die perfekte Jawline

Mewing für eine definiertere Kinnlinie (Jawline) ganz ohne Botox und Hyaluron? Wir haben uns den Trend genauer angesehen.

„Mewing“ bezieht sich auf eine Technik, die von Dr. John Mew, einem britischen Kieferorthopäden, entwickelt wurde. Es geht darum, die Gesichtsstruktur durch die richtige Zungenpositionierung und Atemtechnik zu verbessern. Die Idee ist, die Zunge gegen den Gaumen zu drücken, um den Oberkiefer nach vorne zu bewegen und so das Gesichtsprofil zu verbessern und möglicherweise auch die Atmung zu unterstützen. Funktioniert das tatsächlich?

Ersetzt Mewing den Gang zum Schönheitsdoc?

Es gibt jedoch unterschiedliche Meinungen und Ansichten darüber, wie effektiv oder sinnvoll die Mewing-Technik ist. Einige behaupten, dass sie Vorteile für die Gesundheit und Ästhetik bieten kann, während andere skeptisch sind und betonen, dass wissenschaftliche Beweise für deren Wirksamkeit fehlen.

Dennoch berichten einige Anwender von sichtbaren Ergebnissen und Vorteilen bei regelmäßiger Anwendung:

Verbesserte Gesichtsästhetik

Einige Anwender behaupten, dass regelmäßiges Mewing zu einer verbesserten Gesichtsstruktur führen kann, einschließlich eines stärker ausgeprägten Kieferknochens, einer breiteren Gaumenbogenform und einer insgesamt symmetrischeren Gesichtsform.

Korrektur von Bissproblemen

Mewing könnte dazu beitragen, bestimmte Bissprobleme wie einen offenen Biss oder einen Rückbiss zu korrigieren, indem es den Oberkiefer nach vorne bewegt und eine bessere Zahnpositionierung fördert.

Bessere Atmung

Die richtige Zungenpositionierung und Nasenatmung, die mit Mewing einhergeht, könnten die Atmung verbessern und helfen, Probleme wie Schnarchen oder obstruktive Schlafapnoe zu reduzieren.

Verbesserte Haltung

Einige argumentieren, dass Mewing dazu beitragen kann, eine bessere Haltung zu fördern, da die korrekte Zungenpositionierung die Ausrichtung von Kopf und Nacken unterstützen kann.

Frau begutachtet ihre Jawline

Mewing richtig angewendet

Bei der Mewing-Technik geht es darum, die Zunge gegen den Gaumen zu drücken, insbesondere den harten Gaumen, den Teil des Gaumens direkt hinter den oberen Schneidezähnen. Hier sind die grundlegenden Schritte:

Zungenpositionierung

Die Zunge sollte flach gegen den Gaumen gedrückt werden, wobei der Druck gleichmäßig über die gesamte Oberfläche der Zunge verteilt wird. Die Zungenspitze sollte dabei leicht hinter den oberen Schneidezähnen ruhen.

Atmung

Die Atmung sollte durch die Nase erfolgen, nicht durch den Mund. Dies fördert eine gesunde Atmung und unterstützt die Zungenpositionierung.

Kieferpositionierung

Die Kiefer sollten entspannt sein und leicht nach vorne geschoben werden, wobei die Zähne leicht berühren, aber nicht fest aufeinander gedrückt werden.

Kieferpositionierung

Mewing erfordert eine kontinuierliche Anstrengung und Bewusstsein für die richtige Zungenpositionierung und Atmung im Laufe der Zeit, um potenzielle Ergebnisse zu erzielen.

Warum manche Experten vor dem Mewing-Trend warnen

Obwohl Mewing angeblich dazu beiträgt, in erster Linie die Kinnlinie zu verbessern, raten einige Experten davon ab.

So kann es durch eine intensive Berührung des Ober- und Unterkiefers zu einer Abnutzung kommen, die die Zähne in Mitleidenschaft zieht und den Zahnschmelz beschädigt.

Auch wenn es angeblich möglich sei, den Kiefer wie jeden anderen Muskel zu trainieren, könne ein übermäßig starker Kiefermuskel Spannungskopfschmerzen bis hin zu Migräne verursachen. Darüber hinaus könnte sich auch das nächtliche Zähneknirschen verschlimmern und zu Zahnfehlstellungen führen.

Sichere Alternativen

Alternativ zum Mewing können beispielsweise Gesichtsmassagetechniken helfen, eine straffere Kieferpartie zu erreichen. Tools wie ein Gua Sha oder ein Rosenquarzroller sind dafür gut geeignet. Für langanhaltende Ergebnisse raten Experten außerdem zu professionellen Behandlungen wie Microneedling und Radiofrequenztechnologie, um den Hals und die Kieferpartie zu formen und zu straffen.

Warum Sonnenschutz für die Haut so wichtig ist

Sonnenschutz trägt erheblich zum Schutz vor den Folgen von UV-Strahlung bei. Dazu gehören das richtige Sonnenschutzmittel genauso wie ein umsichtiges Verhalten. Die Menge macht’s: In kleinen Dosen tut uns die Sonne auf der Haut gut. Aber zu intensive UV-Strahlung kann sich negativ auf die Haut auswirken.

Risiko von Sonnenbrand minimieren: Darum ist Sonnencreme wichtig

Der richtige Sonnenschutz kann die Gefahr von Sonnenbrand und das Risiko von späterem Hautkrebs erheblich verringern. Sonnencremes enthalten Filter, welche die Energie der UV-Strahlen absorbieren und so das Eindringen in die Haut verhindern. Für einen sicheren Schutz vor Sonnenbrand sollte Sonnencreme einen hohen oder sehr hohen UVB-Schutz aufweisen, der den Lichtschutzfaktoren 30+ bzw. 50+ entspricht.

Sonnenbrand als kurzfristige Folge

Sonnenbrand gehört zu den kurzfristigen Folgen von UV-Strahlung. Tatsächlich können aber auch Langzeitfolgen durch Sonnenbrand auftreten. Eine Studie ergab, dass schon fünf blasenbildende Sonnenbrände vor dem zwanzigsten Lebensjahr das Risiko für Melanome (Hautkrebs) um 80 % erhöhen können.

Frau mit einer Sonnenallergie im Gesicht hat beide Hände im Gesicht, die Augen geschlossen und den Mund geöffnet

Sonnenallergie

Bei einer Sonnenallergie kann UV-Strahlung dazu führen, dass die Haut sich rötet und sich juckende rote Pickelchen im Brustbereich sowie an den Armen und Beinen bilden. Die häufigste Form ist als Polymorphe Lichtdermatose bekannt. Es wird vermutet, dass bei Sonnenallergie UV-Strahlen die chemische Zusammensetzung einer Hautsubstanz verändern. Dies ruft eine inflammatorische Reaktion hervor, wodurch Rötungen und Juckreiz entstehen können.

Kurze Sonnenbäder heben die Laune und den Vitamin-D-Spiegel

Die Sonne ist für uns Menschen lebenswichtig. Jeder kennt es: Scheint draußen die Sonne, hebt das gleich unsere Stimmung. In den Wintermonaten gilt die Sonne daher sogar als Mittel gegen bestimmte Formen jahreszeitbedingter Depressionen. Dieser Effekt rührt daher, dass der Körper durch Sonnenlicht verstärkt Serotonin ausschüttet, das sogenannte „Glückshormon“. Aber nicht nur unser Gemüt, auch unser Körper benötigt Sonnenlicht. Es ist bei der Bildung von Vitamin D beteiligt. Vitamin D hilft beispielsweise bei der Aufnahme und Verwertung von Calcium und unterstützt so den Erhalt der Knochen. Um diesen positiven Effekt zu nutzen, genügen bereits 15 Minuten Sonne pro Tag.

Warum sind UV-Strahlen gefährlich? 

Wenn wir uns zu lange ungeschützt in der prallen Sonne aufhalten, ist Vorsicht geboten. Der körpereigene Schutz vor UV-Strahlen währt je nach Hauttyp nur für kurze Dauer. Darüber hinaus können Wetter- und Klimabedingungen die Gefahr von UV-Strahlen verstärken oder abschwächen. Weitere Faktoren wie Höhenmeter oder der Aufenthalt auf einer stark lichtreflektierenden Oberfläche (wie Schnee oder Wasser) beeinflussen die UV-Strahlung ebenfalls.

Welche Wirkungen haben UV-Strahlen auf die Haut?

Grundsätzlich sind zwei Arten von Strahlen zu unterscheiden. UV-A-Strahlen bewirken eine sofortige, aber kurzfristige Bräune, lichtbedingte Hautausschläge und Sonnenallergie, Hautalterung und Faltenbildung sowie Schäden im Erbgut und erhöhte Hautkrebsgefahr. UV-B-Strahlen bewirken eine langsame, aber anhaltende Bräune (Hautpigmentierung durch Melanin), den Aufbau einer Schutzschicht, Sonnenbrand und dessen Spätfolgen (z. B. Hautkrebs).

Sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen erreichen die Erdoberfläche, da sie nicht durch die Atmosphäre absorbiert werden. An der Erdoberfläche treffen die Strahlen auf die äußere menschliche Schutzhülle – unsere Haut.

Rücken von einem Mann mit Sonnenbrand

Aufpassen bei heller Haut

Wer einem sehr hellen Hauttyp entspricht, kann sogar bei nur leichter Sonnenstrahlung mit gereizter, geröteter Haut auf UV-Strahlung reagieren. Personen mit rotem Haar, Sommersprossen und blauen Augen sind hiervon häufig besonders betroffen. Darüber hinaus sollten aber auch Personen mit empfindlicher Haut im Umgang mit der Sonne vorsichtig sein, ebenso wenn im Rahmen einer Therapie bestimmte Medikamente eingenommen werden.

Langzeitfolgen durch UV-Strahlung

Es gibt zwei Hauptkategorien bei den Langzeitfolgen von UV-Strahlen. Zum einen geht es hierbei um lichtbedingte vorzeitige Hautalterung, zum anderen um ein steigendes Hautkrebsrisiko.

Blick von einem Stand mit Sand auf das offene Meer. Davor drei Flaschen Sonnenmilch, zwei Seesterne, eine Tauchbrille und eine Hand die eine Flasche hält

Sonnenschutz ist extrem wichtig!

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der beste Schutz vor kurzfristigen und langfristigen Folgen von UV-Strahlung ein sorgsamer Umgang mit der Sonne und ein hoher, regelmäßig aufgetragener Sonnenschutz ist. Wer eine Sonnencreme mit Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlen wählt, mit hohem oder sehr hohem Lichtschutzfaktor (30+ oder 50+), kann den Folgen von UV-Strahlung vorbeugen.