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GKV Vergleich 2026: 67 Krankenkassen im Check – diese Unterschiede zählen

Hände sortieren Unterlagen auf einem Schreibtisch als Sinnbild für den Krankenkassenvergleich 2026 – Foto: blickpixel / Pixabay
Foto: blickpixel / Pixabay

Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich für Versicherte vor allem dort, wo Kassen freiwillig mehr bieten als gesetzlich vorgeschrieben. Die Stiftung Warentest hat dafür 67 geöffnete Krankenkassen untersucht, bei denen jede Person Mitglied werden kann. Geschlossene Kassen, die nur bestimmten Berufsgruppen offenstehen, bleiben außen vor.

Erfasst werden damit Daten für rund 97 % aller gesetzlich Versicherten. Fünf geöffnete Kassen nehmen derzeit nicht am Vergleich teil, obwohl sich fast alle übrigen freiwillig beteiligen.

Was gleich bleibt

Schätzungsweise 95 % der medizinischen Leistungen sind bei allen gesetzlichen Krankenkassen identisch, weil die Versorgung gesetzlich geregelt ist. Der eigentliche Unterschied zwischen den Kassen liegt also kaum in der Grundversorgung, sondern in den Zusatzleistungen und im Zusatzbeitrag.

Diese Extras zählen

Für den Vergleich fragt die Stiftung Warentest die Kassen monatlich zu Zusatzleistungen, Zusatzbeitrag und Rücklagenhöhe ab. Bewertet werden sechs Bereiche auf einer fünfstufigen Skala: professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Reiseimpfungen, alternative Arzneimittel, sportmedizinische Untersuchungen und Gesundheitskurse.

Bei der Zahnreinigung zählt der Zuschuss für eine einzelne Behandlung beim Wunschzahnarzt, bei der Osteopathie der jährliche Höchstzuschuss samt Zahl der möglichen Anwendungen.

Reiseimpfungen werden über den jährlichen Zuschuss zum Impfstoff bewertet, alternative Arzneimittel über den jährlichen Zuschuss, wobei Einschränkungen auf bestimmte Personengruppen schlechter abschneiden. Sportmedizinische Untersuchungen fließen mit dem Zuschuss alle zwei Jahre ein, Gesundheitskurse mit dem Zuschuss für zwei zertifizierte Kurse im Jahr.

Viele Kassen zahlen zudem im Fall einer schweren Erkrankung mehr als gesetzlich vorgeschrieben, etwa für Haushaltshilfen oder häusliche Krankenpflege. Eigene Bewertungen oder einen Testsieger ermittelt die Stiftung Warentest bei diesem Vergleich allerdings nicht; sie betont zudem, dass eine gute gesetzliche Krankenkasse sich zeitnah um Kundenanliegen kümmern und gut erreichbar sein sollte.

Zusatzbeitrag im Blick

Beim Geld zeigt sich zum Januar 2026 ein ruhiges Bild: Bei der Hälfte der Krankenkassen blieb der Zusatzbeitrag unverändert, eine Kasse senkte ihn sogar minimal. Für Versicherte bedeutet das, dass sich ein Blick auf die eigene Kasse lohnt, bevor sie allein wegen des Beitrags wechseln.

Wechsel und Fristen

Wer wechseln will, kann das regulär nach zwölf Monaten Mitgliedschaft bei der aktuellen Krankenkasse tun. Erhöht eine Kasse ihren Zusatzbeitrag, entsteht zusätzlich ein Sonderkündigungsrecht, mit dem Versicherte auch vor Ablauf der üblichen Sperrfrist wechseln können.

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