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Rituals lädt vom 23. bis 25. Oktober 2026 zum Newness Weekend in die Boutiquen ein

Rituals Cosmetics öffnet vom 23. bis 25. Oktober 2026 deutschlandweit die Boutiquen für das sogenannte Newness Weekend.

  • Termin: 23. bis 25. Oktober 2026, in Rituals Boutiquen bundesweit
  • Neuheiten aus fünf Kategorien, darunter Parfum und Men
  • Rabatt von 20 % auf neue Eau de Parfum Discovery Sets
  • Geschenk ab einem Einkaufswert von 55 Euro

Was hinter dem Newness Weekend steckt

Mit dem Newness Weekend bündelt Rituals die Einführung mehrerer Produktneuheiten in einem Termin. Präsentiert werden Neuheiten aus den Bereichen Parfum, Hair Care, Body Care, Dog Care und Men. Zu den Highlights zählen neue Eau de Parfums, Discovery Sets für Sie und Ihn sowie neue Hair-Care-Produkte.

Eine der Neuheiten ist The Ritual of Ukumwe, eine Limited Edition für Herbst und Winter 2026/2027. Damit erweitert das Unternehmen sein saisonales Sortiment um eine zeitlich begrenzte Linie.

Für wen sich ein Besuch in der Boutique lohnt

Das Newness Weekend richtet sich an Kundinnen und Kunden, die neue Lieblingsprodukte testen möchten, bevor diese dauerhaft im Sortiment stehen. Wer mitmachen möchte, findet Boutiquen unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, Dresden, Düsseldorf und zahlreichen weiteren Städten. Insgesamt betreibt Rituals 263 Boutiquen in Deutschland, viele davon sind an dem Wochenende beteiligt.

Wer zusätzlich eine neu gestaltete Filiale besuchen möchte, findet seit dem 14. Oktober 2026 eine Premium Boutique mit sogenannter Mind Oasis in der Kaufingerstraße in München.

Rabatt und Geschenk am Aktionswochenende

Konkrete Vorteile gibt es ebenfalls: Auf neue Eau de Parfum Discovery Sets gewährt Rituals während des Newness Weekends einen Rabatt von 20 %. Ab einem Einkaufswert von 55 Euro wird die Bestellung um ein Shampoo in Originalgröße im Wert von 14,90 Euro ergänzt. Diese Aktionen gelten nach Angaben des Unternehmens ausschließlich während der drei Veranstaltungstage im Oktober und sind an den Einkauf in den teilnehmenden Boutiquen gebunden.

Warum Rituals gerade jetzt viele Filialen erneuert

Das Newness Weekend fällt in eine Phase, in der Rituals nach eigenen Angaben ohnehin stark investiert. Das Unternehmen hat eine europaweite Modernisierung von 1.500 Boutiquen in 30 Ländern umgesetzt, mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro. Der Umbau startete am 3. August 2026 und sollte bis zum 25. September 2026 abgeschlossen sein, also innerhalb von 30 Arbeitstagen.

Im Schnitt wurden nach Unternehmensangaben mehr als 40 Filialen pro Tag modernisiert, dafür waren rund 100 Teams gleichzeitig in Europa im Einsatz. Dabei fassten die Teams wichtige Warengruppen wie Hautpflege, Make-up, Haarpflege und Parfum neu zu übersichtlichen Bereichen zusammen und setzten vorhandene Möbel sowie Ausstattungselemente nach Möglichkeit erneut ein.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

US-Bundesstaat New York ruft wegen 108 Masernfällen den Notstand aus

Der US-Bundesstaat New York hat wegen steigender Masernfälle den Notstand ausgerufen. Gouverneurin Kathy Hochul will damit schneller auf den Ausbruch reagieren können. Seit Jahresbeginn zählt der Bundesstaat 108 Fälle.

Notstand in New York

Von den 108 registrierten Masernfällen entfallen sieben auf New York City, die übrigen 101 Fälle treten in anderen Teilen des Bundesstaates auf. Die Exekutivorder von Hochul soll es Behörden erleichtern, rascher zu testen und zu impfen. Die Gouverneurin begründet den Schritt damit, schwere Erkrankungen und Todesfälle durch Impfungen vermeiden zu wollen.

Mehr Impfbefugnisse

Mit dem Notstand erweitert der Bundesstaat den Kreis der Personen, die Impfungen verabreichen dürfen. Künftig sollen neben Ärzten auch Rettungskräfte und Apotheker Masernimpfungen geben können. Die Maßnahme zielt darauf, die Impfquote in betroffenen Regionen rasch zu erhöhen und den Ausbruch einzudämmen.

Lage in den USA

Der Anstieg in New York steht im Zusammenhang mit einer landesweiten Entwicklung: Bis Juli registrierten die USA mehr als 2.300 Masernfälle in 45 Bundesstaaten – mehr als im gesamten Jahr 2025. Fachleute sprechen von der höchsten Fallzahl seit Jahrzehnten. Auch weltweit und in den gesamten USA steigen die Zahlen weiter an. Kanada verlor 2025 nach einem Ausbruch seinen Status als masernfreies Land bei der Weltgesundheitsorganisation.

Kritik an Kennedy

In diesem Zusammenhang gerät US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. in die Kritik. Er hat wiederholt Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert und wird seit längerem für seine impfkritische Haltung angesichts der steigenden Fallzahlen kritisiert.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Elektrifizierung der Busflotten: Deutsche Umwelthilfe fordert Stopp für neue Dieselbusse

Die Elektrifizierung der Busflotten in Deutschlands 40 größten Städten verläuft sehr unterschiedlich. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe fahren fast 80 % der Busse in den befragten Großstädten noch mit Dieselantrieb, während einzelne Städte bereits mehr als die Hälfte ihrer Flotte elektrisch betreiben.

Städte im Vergleich

In Mannheim, Freiburg und Karlsruhe fahren über die Hälfte der Busse batterieelektrisch. Zum Jahreswechsel lag der Anteil in Mannheim bei 60,6 %, in Freiburg bei 51,7 %, in Karlsruhe fuhr gut jeder zweite Bus elektrisch. Alle drei Städte planen, ab 2030 ausschließlich Elektrobusse anzuschaffen.

Ganz anders sieht es in Augsburg, Essen, Wuppertal, Krefeld und Magdeburg aus. Dort war zum Stichtag kein einziger batteriebetriebener Elektrobus im Einsatz. In Wuppertal kommen stattdessen Brennstoffzellenbusse zum Einsatz, die ein Sechstel der dortigen Flotte ausmachen. Deutschlandweit liegt der Anteil dieser Technik bei nur 1,5 % aller Fahrzeuge.

Elektrifizierung im Rückstand

Über alle 40 Städte hinweg sind derzeit fast 10.000 Diesel-Busse unterwegs. Der Anteil reiner Dieselfahrzeuge liegt bei 70 %, rechnet man Mildhybride mit, steigt der Anteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsanteil auf 77 %. Zusätzlich sind in Oberhausen, Nürnberg, Aachen, Gelsenkirchen, Kassel und Erfurt weiterhin Dieselfahrzeuge unterwegs, deren Abgasnorm unterhalb von Euro V liegt. Die Deutsche Umwelthilfe gibt an, dass diese älteren Fahrzeuge ein Vielfaches an Stickstoffoxiden ausstoßen im Vergleich zu modernen Bussen der Abgasstufe Euro VI.

Augsburg setzt auf Biogas

Besonders deutlich wird der Rückstand am Beispiel Augsburg. Zwei Drittel der bis 2030 vorgesehenen Neuanschaffungen sollen dort weiterhin Busse mit Verbrennungsmotor sein, zunächst sollen 30 neue Biogasfahrzeuge ältere Modelle ablösen. Die Augsburger Stadtwerke begründen dies damit, dass die Umstellung auf Elektrobusse wegen des nötigen Infrastrukturaufbaus nicht schneller erfolgen könne. Bis 2039 sollen allerdings auch hier alle Busse elektrisch betrieben werden. Nahezu 50 % der betrachteten Städte planen im Zeitraum 2026 bis 2030 weiterhin den Kauf neuer Verbrenner-Busse. Halle will komplett auf diese Antriebsart setzen.

Förderung schrumpft

Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe verschärft sich die Lage zusätzlich dadurch, dass der Bund die Förderung für E-Busse auf ein Drittel ihres bisherigen Umfangs reduziert. Die Organisation kritisiert, dass damit ausgerechnet Busse mit alternativen Antrieben schlechter gestellt würden, während ab 2030 die EU-Luftreinhaltevorschriften deutlich verschärft werden. Weil Diesel-Busse üblicherweise über ein Jahrzehnt im Einsatz bleiben, wirken sich aktuelle Kaufentscheidungen noch bis tief in die 2030er-Jahre auf die Flottenzusammensetzung aus.

Elektrifizierung bis 2030 gefordert

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, fordert deshalb einen sofortigen Stopp des Neukaufs von Verbrenner-Bussen und eine vollständige Elektrifizierung der Busflotten bis 2030. Er argumentiert, dass technisch geeignete Diesel-Busse auch auf Elektroantrieb umgerüstet werden könnten. Gleichzeitig verlangt die Deutsche Umwelthilfe von Bund und Ländern verbindliche Finanzierungszusagen für die kostenintensiven Anfangsinvestitionen in Betriebshöfe, Ladeinfrastruktur, Netzanschlüsse und Fahrzeuge.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Multifunktionale Möbel: Was steigende Wohnkosten in Österreich und Deutschland für Mieter bedeuten

Gleichzeitig wird Wohnraum vielerorts knapper. Multifunktionale Möbel reagieren genau auf diese Lücke: Sie machen vorhandene Fläche flexibler nutzbar, ohne dass mehr Quadratmeter dafür nötig sind.

  • Wohnkosten in Österreich plus 35 % seit 2015
  • Mietkosten in Österreich plus 40 % im gleichen Zeitraum
  • 11,7 % der Bevölkerung in Deutschland lebt in überbelegten Wohnungen
  • In deutschen Städten liegt der Anteil bei 16,9 %

Was hinter dem Trend zu multifunktionalen Möbeln steckt

Die Zahlen zeigen, warum das Thema gerade jetzt Auftrieb bekommt. Während die Kosten fürs Wohnen in Österreich binnen zehn Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen sind, bleibt die verfügbare Fläche pro Haushalt oft gleich oder schrumpft sogar. In Deutschland lebt rund jeder Neunte in einer Wohnung, die als überbelegt gilt. In Städten betrifft das sogar fast jeden Sechsten.

Multifunktionale Möbel sind keine neue Erfindung: Klappbare und vielseitig nutzbare Möbelstücke wurden bereits vor mehr als hundert Jahren entwickelt, als beengtes Wohnen in Städten schon damals ein Thema war. Was sich geändert hat, ist die Dringlichkeit. Steigende Wohnkosten und knapper Wohnraum treffen heute deutlich mehr Haushalte als früher, und multifunktionale Möbel liefern eine Antwort, die ohne zusätzlichen Quadratmeter auskommt.

Für wen sich multifunktionale Möbel eignen

Besonders relevant sind multifunktionale Möbel für Menschen in kleinen Stadtwohnungen, für Studierende, für Paare mit Nachwuchs in beengten Verhältnissen und für alle, die aus Kostengründen nicht in eine größere Wohnung umziehen können oder wollen. Wer in einer der betroffenen deutschen Städte lebt, kennt das Problem aus erster Hand: Jeder zusätzliche Quadratmeter zählt.

Auch wer bewusst kleiner wohnen möchte, etwa um Miete zu sparen, profitiert von Möbeln, die mehrere Funktionen vereinen. Ein Tisch, der zur Werkbank wird, ein Bett, das tagsüber als Schrank verschwindet, oder ein Regal, das zugleich als Raumteiler dient, machen aus einem Zimmer mehrere nutzbare Bereiche.

Ablauf, Auswahl und Kosten multifunktionaler Möbel

Bei der Anschaffung multifunktionaler Möbel lohnt sich ein Blick auf die tatsächliche Nutzung im Alltag. Nicht jede Lösung passt zu jedem Haushalt, und nicht jedes Möbelstück hält, was die Funktionsvielfalt verspricht. Entscheidend ist, welche Räume im Alltag mehrfach gebraucht werden: Schlafen, Arbeiten und Essen finden in kleinen Wohnungen oft im selben Zimmer statt.

Wer plant, sollte folgende Punkte vorab klären:

  • Welche Funktionen im Alltag tatsächlich gebraucht werden
  • Wie oft ein Möbelstück umgebaut oder verstellt werden muss
  • Wie stabil die Mechanik bei täglichem Gebrauch bleibt
  • Ob genug Stauraum für beide Nutzungsarten vorhanden ist
  • Wie viel zusätzlicher Platz für den Umbauvorgang selbst nötig ist

Darauf sollten Mieter bei knappem Wohnraum achten

Wer die eigene Wohnung neu einrichtet, sollte prüfen, welche Räume sich durch flexible Möbel mehrfach nutzen lassen, bevor zusätzliche Fläche angemietet oder gekauft wird.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Pflegeausbildung in Deutschland: Neuer Entscheidungs-Kompass hilft jungen Menschen aus Drittstaaten

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat ein Online-Tool veröffentlicht, das jungen Menschen aus Drittstaaten die Entscheidung für oder gegen eine Pflegeausbildung in Deutschland erleichtern soll. Der sogenannte Berufsorientierende Entscheidungskompass ist ein anonymer Selbsttest mit 60 Fragen, der etwa 15 Minuten dauert. Er richtet sich gezielt an Interessierte, die vor der Berufswahl stehen und noch unsicher sind, ob der Pflegeberuf zu ihnen passt.

Hintergrund des Angebots ist der Wunsch, Ausbildungsabbrüche zu reduzieren. Laut Maike Effing sollten junge Menschen ihre Berufsentscheidung auf realistischen Informationen treffen, statt sich erst nach Ausbildungsbeginn mit den Anforderungen auseinanderzusetzen.

Wie läuft der Selbsttest ab?

Der Kompass ist in elf Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Arabisch, Ukrainisch, Vietnamesisch und Farsi. Damit können Interessierte den Test in ihrer Muttersprache durchlaufen, bevor sie sich näher mit einer Pflegeausbildung in Deutschland befassen.

Statt eines einzelnen Punktwerts liefert der Test ein differenziertes Bild: Er zeigt, in welchen der 19 Themenbereiche eine Person bereits sicher ist und wo noch Informationsbedarf besteht. Am Ende lässt sich ein PDF-Dokument herunterladen, das sich eignet, um mit Angehörigen, Bekannten, Vermittlungsstellen oder zukünftigen Arbeitgebern über die eigene Entscheidung zu sprechen.

Welche Themen deckt der Kompass ab?

Die 60 Fragen decken sowohl organisatorische als auch persönliche Aspekte der dreijährigen generalistischen Ausbildung ab. Dazu zählen:

  • Aufbau der Ausbildung, Lernaufwand und Prüfungen
  • Ausbildungsvergütung und Lebenshaltungskosten in Deutschland
  • Pflegetätigkeiten in unmittelbarer Nähe zum Körper, unabhängig vom Geschlecht der zu pflegenden Person, sowie der Umgang mit Verletzungen und Ausscheidungsfragen
  • Begleitung Sterbender, Schichtdienst, Heimweh und Anforderungen an die deutsche Sprache

Damit greift der Kompass auch Themen auf, die im Vorfeld einer Entscheidung oft zu kurz kommen, aber im Berufsalltag der Pflege eine zentrale Rolle spielen.

Welche Folgen hat das Ergebnis für die Berufswahl?

Der Test bleibt vollständig anonym, die Antworten werden weder gespeichert noch weitergegeben. Die Ergebnisse haben keinen Einfluss auf spätere Auswahl- oder Vermittlungsentscheidungen – das Tool dient ausschließlich der persönlichen Orientierung vor einer Pflegeausbildung in Deutschland.

Entwickelt hat das KDA den Kompass gemeinsam mit Experten verschiedener Institutionen, die das Tool geprüft haben. Darüber hinaus steht das Angebot auch der Gütegemeinschaft Anwerbung und Vermittlung von Pflegekräften aus dem Ausland bereit.

Das Bundesministerium für Gesundheit ist Inhaber des Gütesiegels Faire Anwerbung Pflege Deutschland, mit dessen Weiterentwicklung das KDA gesetzlich beauftragt ist. Eine Gesetzesänderung sieht vor, dass das Gütesiegel ab dem 1. Januar 2027 zusätzlich für die Anwerbung von Personen gilt, die eine Ausbildung in Drittstaaten suchen.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

GMK-Vorsitzender Philippi fordert vom Bund ein schnelles Krisengesetz für das Gesundheitswesen

Andreas Philippi, niedersächsischer Gesundheitsminister und derzeitiger Vorsitzender der GMK, drängt auf eine schnelle gesetzliche Regelung des Bundes zur Krisenvorsorge im Gesundheitswesen. Er begründet dies mit einer Phase sicherheitspolitischer Anspannung in Deutschland und Europa und sieht das Gesundheitswesen als besonders anfällig für hybride Bedrohungen.

Philippi verlangt, dass der Bund zentrale Befugnisse, Abläufe und Ressourcen für den Krisenfall rasch festschreibt. Damit rückt ein Thema in den Vordergrund, das für das gesamte deutsche Gesundheitssystem Folgen haben könnte – von Kliniken über ambulante Praxen bis zur Pflege.

Was hinter der Forderung an den Bund steckt

Der Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hatte bereits auf einem Krankenhausgipfel angekündigt, ein solches Gesetz vorzulegen, und dies eine Woche vor der GMK-Forderung im Gesundheitsausschuss wiederholt. Laut Bundesgesundheitsministerium befindet sich der Entwurf in den letzten Zügen der Vorbereitung.

Bereits die Amtsvorgängerin Nina Warken hatte ein Gesundheitssicherstellungsgesetz geplant und einen ersten Entwurf für den Sommer angekündigt. Federführend ist weiterhin das Bundesgesundheitsministerium, unterstützt vom Bundesverteidigungs- und vom Bundesinnenministerium.

Wen ein Krisengesetz des Bundes betreffen würde

Die Länder sehen die Regelungen für den Bündnis- oder Verteidigungsfall als dringend an, um sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte zu sichern. Betroffen wären demnach mehrere Bereiche des Gesundheitswesens gleichzeitig:

  • Verfügbarkeit von medizinischem und pflegerischem Personal
  • Stationäre Behandlungskapazitäten in Kliniken
  • Sichere ambulante Versorgungskapazitäten
  • Stabile Lieferketten für Arzneimittel
  • Enge Abstimmung zwischen Bund und Ländern

Wie die Länder die Krisenvorsorge vorbereiten

Philippi hatte das Thema Krisenvorsorge selbst auf die Tagesordnung der Gesundheitsministerkonferenz gesetzt. Die Bundesländer beteiligen sich demnach aktiv an Bund-Länder-Arbeitsgruppen und haben ihre Aufgaben in vier Cluster eingeteilt: Personal und Behandlungskapazitäten, gemeinsame Übungsszenarien und Arzneimittelversorgung sowie zwei weitere Bereiche. Philippi fordert, dass die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen direkt in den Gesetzentwurf des Bundes einfließen.

Darüber hinaus streben die Länder eine enge Abstimmung mit der Bundeswehr bei der stationären und ambulanten Versorgung sowie der Gesundheitslogistik an. Auch der Öffentliche Gesundheitsdienst soll nach ihrem Willen in die Krisenvorsorge einbezogen werden.

Kosten und weitere Reformen im Hintergrund

Parallel zur Krisenvorsorge treibt der Bund die Krankenhausreform voran. Nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll die bestehende Reform verbessert statt neu aufgesetzt werden, mit mehr Flexibilität, mehr Ausnahmen und mehr Zeit für die Länder bei der Umsetzung. Ein Austausch zwischen Bund und Ländern dazu war für Anfang Juli vorgesehen, ein Referentenentwurf sollte im Juli fertig werden und im September dem Kabinett vorliegen.

Für die Soforthilfe an Kliniken sind vier Milliarden Euro Transformationskosten im Haushalt eingeplant, deren Auszahlung laut Warken an die Verabschiedung des Bundeshaushalts geknüpft ist. Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Weimar, bei der mehr als 40 Anträge beraten wurden, brachte Thüringen zudem einen von allen Ländern unterstützten Leitantrag zu Prävention und Gesundheitsförderung ein.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.