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Lidl-Produktrückruf bei Forellenfilets: Warum Kunden die Nautica-Packungen sofort zurückbringen sollten

Ein aktueller Produktrückruf bei Lidl betrifft zwei Sorten Forellenfilets der Marke Nautica. Der Lieferant Danforel A/S ruft die Produkte „Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur“ und „Nautica Regenbogen Forellenfilets Pfeffer“ zurück, weil darin der Krankheitserreger Listeria monocytogenes nachgewiesen wurde.

Betroffen sind ausschließlich Packungen mit dem Verbrauchsdatum 20. Oktober 2026, verkauft in Lidl-Filialen in Österreich. Beide Packungen enthalten jeweils 125 Gramm Forellenfilet. Sonstige Artikel des Herstellers sowie übrige Produkte unter dem Namen Nautica sind vom Rückruf nicht erfasst. Wer eine der beiden genannten Packungen mit dem entsprechenden Verbrauchsdatum zu Hause hat, sollte sie nicht mehr essen.

Warum der Erreger Listeria monocytogenes gefährlich ist

Listeria monocytogenes kann Magen- und Darmerkrankungen sowie grippeähnliche Symptome auslösen. Für die meisten gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist mild, doch bei bestimmten Gruppen sieht die Lage anders aus.

Bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren sowie älteren und bereits erkrankten Menschen können ernste Krankheitsverläufe auftreten. Gerade diese Personengruppen sollten die betroffenen Forellenfilets auf keinen Fall mehr konsumieren, selbst wenn die Packung bereits geöffnet wurde.

Wie Kunden ihr Geld zurückbekommen

Kunden können die betroffene Ware unabhängig vom Kaufort in jeder österreichischen Lidl-Filiale abgeben. Der Kaufpreis wird dabei auch ohne Kassenbon erstattet, ein Beleg ist für die Rückgabe also nicht nötig.

Fragen zum Rückruf beantwortet der Kundenservice von Lidl Österreich. Er ist montags bis freitags von 7:30 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0800/500 810 erreichbar.

Was Käufer jetzt beachten sollten

Wer die Fischtheke im Kühlregal regelmäßig nutzt, sollte vor dem nächsten Einkauf einen kurzen Blick auf Sorte und Verbrauchsdatum der Forellenfilets werfen.

  • Eine Rückgabe ist in jeder Lidl-Filiale in Österreich möglich, unabhängig vom Kaufort.
  • Der Kundenservice hilft bei Fragen zum weiteren Vorgehen telefonisch weiter.

Für Kunden mit geschwächtem Immunsystem oder in einer Schwangerschaft ist besondere Vorsicht angebracht: Im Zweifel sollten verdächtige Packungen entsorgt oder direkt zurückgebracht werden, statt sie abzuwarten oder noch aufzubrauchen.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Pflegereform: Linnemann setzt auf sozialverträgliche Zuschüsse statt Pflegedeckel

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann lehnt einen Pflegedeckel ab und setzt stattdessen auf sozialverträgliche Zuschüsse für Pflegeheimbewohner. Der durchschnittliche Eigenanteil für reine Pflegekosten liegt derzeit bei 1.775 Euro monatlich, inklusive Unterkunft, Verpflegung und Investitionen bei 3.364 Euro. Eine Kommission soll bis zum Sommer 2027 weitergehende Vorschläge für eine Strukturreform erarbeiten.

  • Linnemann lehnt den von der SPD geforderten Pflegedeckel ab
  • Durchschnittlicher Eigenanteil liegt bei 1.775 Euro für reine Pflege, bei 3.364 Euro inklusive Unterkunft
  • SPD fordert eine Begrenzung des Eigenanteils auf 1.500 Euro
  • Eine Pflegekommission soll bis zum Sommer 2027 eine größere Strukturreform vorschlagen

Was hinter Linnemanns Plan für sozialverträgliche Zuschüsse steckt

Linnemann begründet seine Ablehnung eines Pflegedeckels damit, dass eine solche Deckelung aus seiner Sicht gefährlich wäre. Nach seiner Einschätzung würde der SPD-Vorschlag Betroffenen lediglich rund 300 Euro Ersparnis bringen, während der typische Eigenanteil für Pflegeheimkosten bei über 3.000 Euro liegt. Der Minister befürchtet zudem, dass eine Deckelung Anbieter dazu bringen könnte, ihre Preise zu erhöhen. Die Regierung plant deshalb, die seit 2022 bestehenden und nach Aufenthaltsdauer gestaffelten Leistungszuschläge auszubauen. Das Kabinett hat bereits eine erste Reform beschlossen, mit der akute Finanzprobleme der Pflegeversicherung gelindert werden sollen. Nach eigener Aussage der Regierung bringt diese Reform Einsparungen von rund 6 Milliarden Euro.

Wen die Pflegereform betrifft

Betroffen sind zunächst Pflegebedürftige in Heimen und ihre Angehörigen, die weiterhin den vollen Eigenanteil tragen müssen, solange kein Deckel kommt. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, kritisiert das zugrunde liegende Pflegeneuordnungsgesetz scharf und fordert eine grundlegende Überarbeitung. Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen warnen, die geplanten Einsparungen könnten die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen gefährden. Sie befürchten, dass Kosten nicht wirklich eingespart, sondern lediglich auf Pflegebedürftige, Angehörige, Pflegekräfte und kommunale Kassen verlagert werden. Zusätzlich betroffen sind kinderlose Versicherte: Laut DAK-Vorstandschef Andreas Storm bedeutet die Reform für sie eine zusätzliche Belastung von rund 3,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Wie es mit der Pflegekommission weitergeht

Die SPD fordert einen Pflegedeckel ausdrücklich als Teil des Auftrags für die geplante Pflegekommission und will den Eigenanteil für reine Pflegekosten auf 1.500 Euro begrenzen. Linnemann stellt klar, dass der Pflegedeckel nicht Inhalt der Kommissionsarbeit sein wird. Die Kommission soll bis zum Sommer 2027 Vorschläge für eine größere Strukturreform der Pflegeversicherung erarbeiten. Der Streit zwischen den Koalitionspartnern über diese Frage ist öffentlich ausgetragen worden. Für Pflegebedürftige bedeutet das vorerst: An den aktuellen Eigenanteilen ändert sich kurzfristig nichts, Klarheit über einen möglichen Deckel gibt es frühestens im kommenden Jahr.

Kosten und Kritik an der sozialverträglichen Lösung

Nicht nur Sozialverbände äußern Vorbehalte. Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, kritisiert die im Zuge der Reform angehobene Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung als falsches Signal. Der Deutsche Sozialverband erklärt laut seiner Vorsitzenden Michaela Engelmeier, zentrale Probleme der Reform blieben ungelöst. Diese Kritik trifft auf eine Regierung, die mit der ersten Reformstufe bereits Einsparungen von 6 Milliarden Euro erzielt haben will, während die laufenden Eigenanteile für Betroffene unverändert hoch bleiben.

Darauf sollten Pflegebedürftige und Angehörige jetzt achten

  • Der Eigenanteil für reine Pflegekosten liegt aktuell bei 1.775 Euro monatlich, Entlastung ist derzeit nicht beschlossen
  • Ein Pflegedeckel ist kein Bestandteil der aktuellen Reform und wird auch nicht Thema der neuen Pflegekommission sein
  • Die bestehenden, nach Aufenthaltsdauer gestaffelten Leistungszuschläge sollen ausgebaut werden
  • Kinderlose Versicherte sollten mit zusätzlichen Belastungen durch die Beitragsstruktur rechnen
  • Ergebnisse der Strukturreform sind frühestens zum Sommer 2027 zu erwarten

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Triple-Agonist Retatrutid: Bis zu 28,3 % Gewichtsverlust in Studien bei Adipositas und Diabetes

Der Triple-Agonist Retatrutid hat in zwei großen Phase-3-Studien deutliche Effekte auf das Körpergewicht gezeigt. Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht ohne Diabetes verloren im Lauf von 80 Behandlungswochen durchschnittlich bis zu 28,3 % ihres Körpergewichts. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Adipositas lag die Gewichtsabnahme in der höchsten Dosierung bei 19 %.

  • Retatrutid aktiviert gleichzeitig drei Stoffwechselrezeptoren: GIP, GLP-1 und Glukagon
  • In der Studie TRIUMPH-1 verloren Teilnehmende unter der höchsten Dosis durchschnittlich 31,9 Kilogramm
  • Bei Diabetikern fiel die Gewichtsabnahme in der Studie TRIUMPH-2 geringer aus als ohne Diabetes
  • Der Wirkstoff befindet sich noch in der klinischen Prüfung, eine Zulassung liegt bisher nicht vor

Was hinter dem Trend Triple-Agonist Retatrutid steckt

Herkömmliche Abnehmspritzen wie Semaglutid setzen an einem einzigen Rezeptor an, dem GLP-1-Rezeptor. Tirzepatid geht bereits einen Schritt weiter und stimuliert zusätzlich den GIP-Rezeptor. Retatrutid geht als sogenannter Triple-Agonist noch weiter und vereint gleich drei Angriffspunkte im Stoffwechsel: Der Wirkstoff setzt sowohl am Rezeptor für das glukoseabhängige insulinotrope Peptid (GIP) als auch am Glucagon-like Peptide-1-Rezeptor (GLP-1) sowie zusätzlich am Glukagon-Rezeptor an.

Diese dreifache Wirkung soll den Stoffwechsel stärker ankurbeln als bisherige Präparate. In der Phase-3-Studie TRIUMPH-1 nahmen 2339 Personen teil, die auf drei Dosierungen von Retatrutid oder ein Placebo verteilt wurden. Vorgestellt wurden die Resultate im Rahmen der 62. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes, veröffentlicht wurden sie parallel dazu im Fachjournal „Lancet“.

Für wen sich Retatrutid eignet

Die Studienlage unterscheidet zwischen zwei Patientengruppen. In TRIUMPH-1 wurden Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht ohne Diabetes untersucht. In der Studie TRIUMPH-2 ging es dagegen um Menschen, die zusätzlich an Typ-2-Diabetes leiden.

Der Unterschied zeigt sich deutlich im Ergebnis: Während Teilnehmende ohne Diabetes unter der höchsten Dosis bis zu 28,3 % ihres Körpergewichts verloren, lag die durchschnittliche Gewichtsabnahme bei Patienten mit Typ-2-Diabetes bei 19 %. Laut den Studienautorinnen und Studienautoren erzielen Menschen mit Diabetes unter bisherigen inkretinbasierten Adipositastherapien im Allgemeinen geringere Gewichtsverluste als Patienten ohne Diabetes – ein Muster, das sich damit auch bei Retatrutid bestätigt.

Ablauf und Dauer der Behandlung mit dem Triple-Agonisten

Belastbare Zahlen stammen bislang vor allem aus dem 80-wöchigen Studienzeitraum von TRIUMPH-1. Unter der höchsten getesteten Dosis von 12 mg verloren Teilnehmende nach dieser Zeit durchschnittlich 31,9 Kilogramm. Bei der mittleren Dosierung von 9 mg betrug die Gewichtsabnahme 25,9 %, unter 4 mg waren es 19 %. In der Placebogruppe sank das Gewicht im selben Zeitraum lediglich um 2,2 %.

Besonders auffällig: 45,3 % der Teilnehmenden unter der 12-mg-Dosis erreichten eine Gewichtsreduktion von mindestens 30 % ihres Körpergewichts. Dieses Ausmaß entspricht nach Einschätzung der Studienautoren Ergebnissen, wie sie traditionell nach bariatrischen Eingriffen, also Operationen wie dem Magenbypass, beobachtet werden.

Risiken und Kosten von Retatrutid

Da Retatrutid noch in der klinischen Prüfung ist, gibt es keine festgelegten Therapiekosten für Patienten. Zu den gesundheitlichen Effekten liegen dagegen bereits Daten vor: Der Wirkstoff verbesserte in den Studien auch kardiometabolische Werte wie Taillenumfang, Triglyzeride und systolischen Blutdruck.

Beim Nebenwirkungsprofil ähnelt Retatrutid den bereits bekannten Inkretinmimetika. Unter den Nebenwirkungen traten vor allem Magen-Darm-Beschwerden auf, darunter Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung. Diese Nebenwirkungen treten bei vergleichbaren Wirkstoffen aus dieser Klasse regelmäßig auf und gelten als bekanntes Muster dieser Substanzgruppe.

Darauf sollten Sie achten

  • Retatrutid ist bislang nicht zugelassen und nur im Rahmen klinischer Studien verfügbar
  • Die Wirkung unterscheidet sich je nach Begleiterkrankung: Menschen mit Typ-2-Diabetes erzielten in Studien geringere Gewichtsverluste als Menschen ohne Diabetes
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Durchfall sind bei diesem Wirkstofftyp häufig
  • Weitere Phase-3-Studien laufen bereits, unter anderem zu Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe und Kniearthrose
  • Der Hersteller Lilly kündigt weitere Daten aus dem TRIUMPH-Programm für das Jahr 2026 an

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Elektronische Patientenakten: 160 Millionen Dokumente ein Jahr nach der Pflicht

Die elektronischen Patientenakten füllen sich: Seit der Einführung wurden fast 160 Millionen Dokumente hochgeladen, 91 % davon aus Arztpraxen. Wer eine Behandlung plant, etwa in der ästhetischen Medizin, bekommt damit erstmals eine durchgehende digitale Akte seiner Befunde.

  • Seit 1. Oktober 2025 müssen Praxen, Kliniken und Apotheken die Akte mit Befunden und Arztbriefen befüllen.
  • Mehr als 159.000 von 160.000 angeschlossenen Einrichtungen nutzen das System bereits aktiv.
  • Rund 73 Millionen gesetzlich Versicherte haben eine Akte von ihrer Krankenkasse erhalten.
  • Technische Störungen und ein umständlicher Anmeldeprozess bremsen die Nutzung noch.

Was hinter dem Trend der elektronischen Patientenakte steckt

Das Bundesgesundheitsministerium bezeichnet die ePA als Kernelement der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Seit dem 1. Oktober 2025 sind alle Leistungserbringer verpflichtet, sie zu nutzen und mit gesetzlich festgelegten Daten zu befüllen, etwa Befunden und Arztbriefen. Laut Deutschem Ärzteblatt haben von 160.000 mit der Telematikinfrastruktur verbundenen Einrichtungen bereits mehr als 159.000 mit der Akte gearbeitet.

Wöchentlich kommen laut Bundesgesundheitsministerium drei Millionen neue Dokumente hinzu, zusätzlich werden mehr als 35 Millionen digital gespeicherte Medikamentenlisten pro Woche geöffnet. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung beziffert die Gesamtzahl der bisher hochgeladenen Dokumente auf fast 160 Millionen, davon 91 % aus Arztpraxen.

Für wen sich die elektronische Patientenakte eignet

Von den bundesweit 74,5 Millionen gesetzlich Versicherten verfügen mittlerweile rund 73 Millionen über eine von ihrer Krankenkasse eingerichtete Akte, es sei denn, sie haben dem aktiv widersprochen. Für Privatversicherte wurden bislang rund 386.000 Akten eingerichtet. Wer regelmäßig verschiedene Praxen aufsucht – etwa bei Vor- und Nachsorge rund um ästhetische Behandlungen – profitiert davon, dass Befunde an einer Stelle gebündelt vorliegen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung gibt an, dass von insgesamt 98.500 Arztpraxen mittlerweile 82.000 an das System angebunden sind; hinzu kommen 27.500 Zahnarztpraxen, 12.500 Apotheken sowie 1.300 Kliniken, die ebenfalls bereits damit arbeiten.

Ablauf und Dauer der Nutzung im Alltag

Patienten können laut Bundesgesundheitsministerium jederzeit einsehen und kontrollieren, wer Zugriff auf welche Daten in ihrer Akte hat. Auf eigenen Wunsch lassen sich zusätzliche Angaben einstellen, etwa elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Daten aus Disease-Management-Programmen, Pflegedaten sowie Hinweise zur Organspende und Patientenverfügung.

Durch die Verknüpfung mit dem E-Rezept entsteht demnach eine automatisiert erstellte digitale Medikamentenliste, die ungewollte Wechselwirkungen von Arzneimitteln erkennen soll. Wer eine Stellvertretung benennen möchte, kann die Verwaltung der Akte laut Ministerium an eine andere Person übertragen.

Risiken und Kosten der elektronischen Patientenakte

Trotz der hohen Beteiligung von Einrichtungen hat die Akte im Bewusstsein der Patientinnen und Patienten laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung noch unzureichend Verbreitung gefunden. Nur 5,4 Millionen Versicherte verfügen bislang über eine digitale Gesundheits-Identität für den aktiven eigenen Zugriff.

Als Hürde gilt demnach vor allem der Registrierungsprozess: Viele Menschen scheitern am Anmeldeverfahren, bevor sie die Akte überhaupt selbst einsehen können. Hinzu kommen laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung technische Störungen, die Praxen bei der laufenden Nutzung beeinträchtigen.

Die Daten selbst liegen laut Bundesgesundheitsministerium auf sicheren Servern in Deutschland und werden nach europäischen Datenschutzbestimmungen gespeichert. Kosten für Versicherte entstehen durch die Nutzung nicht, die Akte wird von den Krankenkassen bereitgestellt.

Darauf sollten Sie achten

  • Prüfen Sie, ob Ihre Krankenkasse bereits eine elektronische Patientenakte für Sie angelegt hat.
  • Richten Sie die digitale Gesundheits-Identität frühzeitig ein, um selbst Einsicht zu erhalten.
  • Kontrollieren Sie vor einer Behandlung, ob Befunde vollständig und aktuell hinterlegt sind.
  • Wenden Sie sich bei Weigerung einer Praxis an Ihre Krankenkasse oder die zuständige Kassenärztliche Vereinigung.
  • Legen Sie bei Bedarf eine Stellvertretung für die Verwaltung Ihrer Akte fest.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

Asklepios Logistik-Hub in Eching: Richtfest für dritten Standort, Start Mitte 2027

Der Klinikkonzern Asklepios hat in Eching bei München Richtfest für seinen neuen Asklepios Logistik-Hub gefeiert. Der Standort ist nach Bad Oldesloe und Frankfurt am Main der dritte Hub im Versorgungsnetz des Konzerns und soll Mitte 2027 in Betrieb gehen.

  • Der Asklepios Logistik-Hub in Eching ist der dritte seiner Art nach Bad Oldesloe und Frankfurt am Main.
  • Das Grundstück ist rund 5.500 Quadratmeter groß, die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant.
  • Der neue Standort soll künftig zwischen 2.000 und 3.000 Artikel für die Versorgung vorhalten.
  • Der Hub übernimmt die Versorgung süddeutscher Einrichtungen, die bislang über Frankfurt lief.

Was hinter dem Asklepios Logistik-Hub steckt

Hinter dem Projekt steht ein Konzept, das einen zentralen Bestands- und Nachschubanker mit mehreren regionalen Logistik-Hubs verbindet. Seit der Eröffnung 2022 dient das Zentrallager in Bad Oldesloe nach Angaben von Asklepios als Puffer mit einem Vorrat für bis zu sechs Monate. 2025 kam der Hub in Frankfurt am Main hinzu. Mit Eching entsteht nun der dritte Baustein dieses Netzwerks, der laut Asklepios als regionaler Versorgungsknotenpunkt für Süddeutschland dienen soll.

Die Logistikbranche setzt derzeit verstärkt auf automatisierte Kommissionierung, um große Artikelmengen effizient zu verwalten. Auch der Hub in Eching soll moderne und hochautomatisierte Lager- und Kommissioniertechnik nutzen, wie Asklepios mitteilt.

Für wen sich der neue Standort eignet

Der Hub in Eching richtet sich an Kliniken und Einrichtungen in Süddeutschland. Nach Inbetriebnahme soll er laut Asklepios die Versorgung dieser Einrichtungen übernehmen, die bislang vom Frankfurter Hub aus erfolgte. Laut logistik-heute deckt der Standort in Frankfurt momentan sowohl die Region Mitte als auch übergangsweise die Region Süd mit Asklepios-Kliniken und -Einrichtungen ab.

Laut logistik-heute plant Asklepios-Sprecher Janis Gadanac künftig auch eine Versorgung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, der Zentralklinik Bad Berka und des Campus Bad Neustadt an der Saale aus Frankfurt. Darüber hinaus besteht laut logistik-heute die Möglichkeit, weitere externe Einrichtungen über die Einkaufs- und Logistikstrukturen der Asklepios Großhandelsgesellschaft anzubinden.

Ablauf und Zeitplan bis zur Inbetriebnahme

Nach dem Richtfest soll die Immobilie in Eching schlüsselfertig vom Familienunternehmen Fuchs & Söhne übergeben werden. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 vorgesehen. Beim Frankfurter Hub verlief die Zeitplanung nach Angaben von logistik-heute so: Die Anlage sollte demnach ab dem dritten Quartal 2025 in Betrieb gehen, die offizielle Eröffnung war für Oktober 2025 geplant.

Auch das Zentrallager in Bad Oldesloe soll künftig eine aktivere Rolle übernehmen: Laut logistik-heute ist geplant, dass es den Frankfurt-Hub mit Palettenware beliefert.

Flächen und Kapazitäten des Asklepios Logistik-Hubs

Zu den Flächenangaben liegen unterschiedliche Zahlen vor: Laut Asklepios umfasst die Logistikfläche in Eching etwa 3.000 Quadratmeter, hinzu kommen rund 300 Quadratmeter Bürofläche auf dem 5.500 Quadratmeter großen Grundstück. Laut logistik-heute verfügt das Logistikzentrum hingegen über eine Fläche von rund 6.000 Quadratmetern. Die Angaben unterscheiden sich, eine Klärung der Diskrepanz liegt bislang nicht vor.

Für den Standort Eching gibt Asklepios an, dass dort zwischen 2.000 und 3.000 versorgungsrelevante Artikel gelagert werden sollen. Für den Frankfurter Hub gibt logistik-heute eine Kapazität von rund 3.000 unterschiedlichen Produkten an, darunter Spritzen, Kanülen, Verbandsmaterial sowie Büro- und Wirtschaftsbedarf. Auch dort soll moderne Automatisierungstechnik und Robotik zum Einsatz kommen, wie logistik-heute mitteilt.

Darauf sollten Einrichtungen in Süddeutschland achten

  • Die Inbetriebnahme des Asklepios Logistik-Hubs in Eching ist für Mitte 2027 angekündigt, verbindliche Fristen für die Übergabe der Versorgung an Frankfurt fehlen bislang.
  • Bis zur Eröffnung läuft die Versorgung süddeutscher Einrichtungen weiter über den Hub in Frankfurt am Main.
  • Die genaue Logistikfläche in Eching bleibt unklar, da Asklepios und logistik-heute unterschiedliche Zahlen nennen.
  • Betroffene Kliniken können sich an die Asklepios Großhandelsgesellschaft wenden, um Details zur künftigen Belieferung zu klären.

DGÄPC Vorstand wechselt: Was das für Patienten bei der Arztwahl bedeutet

Der DGÄPC Vorstand hat auf der 54. Jahrestagung in Rottach-Egern am Tegernsee einen personellen Wechsel vollzogen. Dr. Christoph Krüss wurde als Nachfolger gewählt.

Für Menschen, die vor einer ästhetisch-plastischen Behandlung stehen, ist das zunächst eine interne Personalie – sie zeigt aber, wie der Fachverband organisiert ist, der die Qualifikation vieler operierender Ärzte in Deutschland bündelt.

Was hinter dem Wechsel steckt

Als Nachfolger übernimmt Dr. Christoph Krüss künftig die Finanzen der Gesellschaft.

Wer den Vorstand bildet

Mit der Wahl von Krüss besteht der Vorstand der DGÄPC aus insgesamt vier Mitgliedern. Der neue Schatzmeister arbeitet damit gemeinsam mit drei weiteren Vorstandsmitgliedern an der Ausrichtung des Verbands, der die fachliche Qualifikation seiner Mitglieder als Ärztinnen und Ärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie bündelt.

Vier neue Mitglieder ab Januar

Neben dem Vorstandswechsel nahm die DGÄPC vier Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie neu auf. Die Aufnahme erfolgte einstimmig. Aktiv in der Gesellschaft werden die vier neuen Mitglieder ab Januar 2027.

Was das für Patienten bedeutet

Wer plant, sich operieren oder behandeln zu lassen, ist weniger der einzelne Personalwechsel relevant als die Tatsache, dass Fachärzte überhaupt einem solchen Verband beitreten. Die Mitgliedschaft in der DGÄPC gilt als ein Hinweis auf fachliche Einbindung in die Standesorganisation der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie.

Wer einen Eingriff erwägt, kann die Zugehörigkeit eines Arztes zu Fachgesellschaften wie der DGÄPC als einen von mehreren Anhaltspunkten bei der Suche nach qualifizierten Ansprechpartnern nutzen.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.