
Das teilte sein Londoner Friseursalon mit. Der weltbekannte britische Coiffeur John Frieda verstarb demnach am Dienstag, dem 3. November 2026, friedlich im Alter von 75 Jahren im Kreise seiner Familie.
Wer er war
John Frieda stammte gebürtig aus dem Londoner Stadtteil Kenton und erlangte als einer der international einflussreichsten Friseure und Unternehmer in der Haarkosmetikindustrie weltweiten Kultstatus. Berühmt wurde er primär durch seine bahnbrechenden Spezialprodukte gegen krauses Haar sowie seine Pflegeserie für blondiertes Haar, die unter seinem Namen rund um den Globus vertrieben wurden. Zu seinen prominentesten Kundinnen auf dem Friseurstuhl zählten unter anderem Pop-Ikone Madonna, Schauspielerin Nicole Kidman sowie Diana, Fürstin von Wales.
Vom Salon zur Marke
Ausgehend von einer familiären Friseurtradition und seinem ersten eigenen Salon, den er 1976 im Alter von 25 Jahren in London eröffnete, baute Frieda im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere ein global agierendes Imperium auf. Im selben Jahr erlangte er kreative Berühmtheit durch das Design des markanten “Purdey”-Topfschnitts für die Schauspielerin Joanna Lumley in der Fernsehserie The New Avengers. Ende der 1980er-Jahre expandierte er mit der Entwicklung der legendären Produktlinie “Frizz-Ease” in den Massenmarkt. 2002 verkaufte er die Kosmetikmarke schließlich für rund 450 Millionen US-Dollar an den japanischen Kao-Konzern, behielt jedoch zeitlebens die Kontrolle über seine exklusiven Salons in London, New York und Los Angeles.
Reaktionen aus der Branche
Sein verbleibendes Salon-Team und langjährige Weggefährten bezeichneten John Frieda nach seinem Ableben als eine wahre Ikone und einen unersetzlichen Mentor der globalen Haarindustrie. Damit würdigten sie den tiefgreifenden, bleibenden Einfluss des Visionärs auf das internationale Friseurhandwerk und die moderne Kosmetikbranche.


