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Alkohol in Oreo- und Toblerone-Mousse: Warum der Hinweis kaum auffällt

Hände lesen die Zutatenliste auf der Verpackung eines Mousse-Desserts, um versteckten Alkohol zu erkennen – Foto: DanielaElenaTentis / Pixabay
Foto: DanielaElenaTentis / Pixabay

Der Verein für Konsumenteninformation warnt vor zwei Mousse-Desserts der Marken Oreo und Toblerone, die Alkohol enthalten, ohne dass dies auf der Vorderseite der Verpackung erkennbar ist. Beide Produkte sind unter anderem bei Billa und Spar erhältlich.

Ausgangspunkt der Warnung waren zwei unabhängig voneinander agierende Konsumenten, die dem Verein für Konsumenteninformation einen deutlichen Alkoholgeschmack in den Desserts gemeldet hatten. Die Originalvarianten der Oreo-Kekse und der Toblerone-Schokolade enthalten dagegen keinen Alkohol, wie der Verein für Konsumenteninformation festhält.

1,7 Prozent beim Oreo-Mousse, 1,2 Prozent beim Toblerone-Mousse

Beide Süßspeisen werden vom Hersteller Mellow für den Markeninhaber Mondelēz produziert. Der Alkoholhinweis findet sich jeweils auf der Rückseite der Verpackung in der Zutatenliste unter dem Begriff Ethylalkohol. Beim Oreo-Mousse ist der Prozentwert zusätzlich in kleiner Schrift auf einer viersprachigen Verpackung angegeben, beim Toblerone-Mousse fehlt eine Prozentangabe auf der Packung vollständig.

Warum der Hinweis kaum auffällt

Wer die Vorderseite der Verpackung betrachtet, erkennt den Alkoholgehalt nicht. Erst ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite zeigt den Begriff Ethylalkohol. Genau diese Platzierung macht den Hinweis nach Einschätzung des Verbands schwer auffindbar, besonders wenn die Schrift klein und die Verpackung mehrsprachig gestaltet ist.

Was Mondelēz zur Kennzeichnung sagt

Der Hersteller erklärt, dass der zugesetzte Alkohol im Toblerone-Mousse der Konservierung dient. Der Verein für Konsumenteninformation geht davon aus, dass auch beim Oreo-Mousse der Alkohol diesem Zweck dient. Mondelēz erklärt zudem, dass die Kennzeichnung im Einklang mit europäischen Vorschriften steht, kündigt aber eine interne Prüfung sowie geplante Verbesserungen an.

Worauf Verbraucher jetzt achten sollten

Der Verein für Konsumenteninformation empfiehlt, bei Süßspeisen grundsätzlich die Zutatenliste zu prüfen, bevor sie verzehrt werden. Besonders bei bestimmten Dessertarten lohnt ein genauer Blick auf die Kennzeichnung.

  • Bei Mousse-Desserts gezielt nach dem Begriff Ethylalkohol in der Zutatenliste suchen.
  • Auch bei Cremes und Tiramisu die Rückseite der Verpackung kontrollieren.
  • Einzeln verpackte Kuchenstücke vor dem Kauf auf denselben Hinweis prüfen.
  • Bei Kindern oder bei Alkoholverzicht die Zutatenliste besonders sorgfältig lesen.
  • Produkte von Mondelēz wie Oreo- und Toblerone-Mousse gezielt mit der Originalvariante vergleichen, die keinen Alkohol enthält.

Für Verbraucher bedeutet das: Ein unauffälliger Blick auf die Verpackungsvorderseite reicht bei diesen Desserts nicht aus. Erst die Zutatenliste auf der Rückseite zeigt, ob ein Produkt Alkohol enthält, solange Hersteller wie Mondelēz ihre angekündigten Verbesserungen noch nicht umgesetzt haben.

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