
Eine neuartige Methode zur Hautstraffung macht weltweit von sich reden: Das Verfahren Xerf kombiniert gleich zwei Radiofrequenzen in einem Behandlungsschritt, nämlich 6,78 MHz und 2 MHz, die gemeinsam in einem Impuls abgegeben werden.
Entwickelt hat das System der Hersteller Lutronic, der 2024 mit dem US-Unternehmen Cynosure fusionierte. Nach dem Marktstart 2024 in Korea verbreitete sich die Methode binnen weniger Monate in die USA und nach Asien.
Was Xerf von bisherigen Radiofrequenz-Geräten unterscheidet, ist die gleichzeitige Kombination zweier Frequenzen in einem monopolaren System – nach Angaben des Herstellers ein weltweites Novum. Dadurch soll das Gerät oberflächliche, mittlere und tiefe Hautschichten in einem Durchgang erreichen, statt sie nacheinander zu behandeln.
Was hinter dem Trend steckt
Bekannt wurde die Methode vor allem durch prominente Fürsprecherinnen. Das Hollywood Reporter berichtete darüber, eine unabhängige wissenschaftliche Einordnung dieser Aussagen liegt bislang nicht vor.
Für wen die Behandlung infrage kommt
Radiofrequenz-Verfahren wie Xerf richten sich grundsätzlich an Menschen, die eine Straffung der Haut ohne Operation suchen. Weil die Behandlung ohne Nadeln und ohne Betäubungscreme funktioniert, gilt sie als vergleichsweise niedrigschwelliger Einstieg in die ästhetische Medizin.
In Deutschland ist das Gerät bislang nicht breit verfügbar: Die Praxis BTX Arts in Dortmund kündigte an, Xerf künftig anbieten zu wollen, ein konkreter Starttermin wurde bisher nicht genannt.
Ablauf und Dauer
Zum genauen Behandlungsablauf, zur Sitzungsdauer oder zur Zahl notwendiger Termine gibt es bislang keine belastbaren Werte. Bekannt ist lediglich das technische Prinzip: ein Impuls, der beide Frequenzen gleichzeitig aussendet und dadurch mehrere Hautschichten in einem Schritt erreichen soll.
Risiken und Kosten
Konkrete Preisangaben für die Xerf-Behandlung in Deutschland gibt es bislang nicht, ebenso wenig unabhängige Studien zu Nebenwirkungen oder zur Haltbarkeit des Ergebnisses.
Wer eine Hautstraffung mit neuartiger Technologie erwägt, sollte deshalb vor einer Behandlung gezielt nach Erfahrung der Praxis mit dem jeweiligen Gerät fragen und sich nicht allein auf Prominenten-Empfehlungen verlassen. Gerade bei neuen Verfahren fehlen zu Beginn oft noch Langzeitdaten, die erst mit wachsender Anwendungszahl entstehen.

