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Halloween-Schminke: Warum sie Kinderhaut reizen kann

Hände testen Halloween-Schminke an der Haut eines Kindes, um Hautirritationen frühzeitig zu erkennen – Symbolbild, KI-erzeugt
Symbolbild, KI-erzeugt

Vor Halloween greifen viele Familien zu Schminke, Kunstwimpern und Kostümschmuck.

Nicht jede Hautreaktion zeigt sich sofort. Je nach Ursache vergehen zwischen wenigen Minuten und mehreren Tagen, bis sich Symptome bemerkbar machen – ein Grund, warum viele Eltern den Zusammenhang mit der Halloween-Schminke erst spät erkennen.

Welche Hautreaktionen können bei Kindern auftreten?

Laut Dr. Justine Fenner tritt eine Kontakturtikaria, auch Nesselsucht genannt, fast unmittelbar nach dem Hautkontakt auf. Eine irritative Kontaktdermatitis zeigt sich dagegen oft erst nach mehreren Stunden bis Tagen. Am längsten verborgen bleibt laut Fenner eine allergische Kontaktdermatitis: Sie kann sich bis zu drei Tage lang entwickeln, bevor sie sichtbar wird.

Zu den typischen Symptomen zählen Ausschläge, Juckreiz, ungewöhnliche Trockenheit und Bläschen. Wer diese Zeichen bei seinem Kind in den Tagen nach Halloween bemerkt, sollte laut Fenner an die verwendete Schminke oder das Kostüm denken.

Welche Inhaltsstoffe in Schminke und Kostümen reizen die Haut?

Gesichtsbemalung und Make-up enthalten laut Fenner mitunter Konservierungsstoffe wie Methylchlorisothiazolinon beziehungsweise Methylisothiazolinon, dazu Farbstoffe oder Duftstoffe, die hautreizend wirken können. Auch weiteres Kostümzubehör birgt Risiken.

  • Künstliche Wimpern benötigen starke Klebstoffe, damit sie halten.
  • Acrylnägel enthalten oft Formaldehyd, Latex und Cyanacrylate.
  • Billiger Modeschmuck kann Nickel enthalten, einen der häufigsten Auslöser allergischer Reaktionen bei Kindern.
  • Kostümstoffe aus Wolle oder Polyester können die Haut zusätzlich reizen.

Werden Kunstwimpern oder Acrylnägel wiederholt verwendet, kann das laut Fenner die natürlichen Wimpern und Fingernägel langfristig schädigen.

Wie können Eltern vorbeugen?

Zeigt sich dort keine Reaktion, sinkt das Risiko für den eigentlichen Einsatz im Gesicht.

Besonders vorsichtig sollten laut Fenner Eltern von Kindern sein, die bereits empfindliche Haut oder Ekzeme haben – bei ihnen ist eine Reizung durch Kostümstoffe wahrscheinlicher.

Zeigt sich trotz Vorsicht ein Ausschlag, hilft laut Fenner oft schon einfaches Reinigen mit Wasser. Bei stärkeren Reaktionen können Antihistaminika oder topische Kortikosteroide nötig sein, die aber nur ein Arzt verschreiben sollte.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

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