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NIVEA-Quartalszahlen: Warum Derma-Pflege und La Prairie stärker wachsen

Hände tragen Creme aus einem unbeschrifteten Tiegel auf, passend zum Trend um NIVEA Quartalszahlen und wachsende Hautpflegemarken – Foto: stux / Pixabay
Foto: stux / Pixabay

Beiersdorf hat die Ergebnisse des dritten Quartals 2026 vorgelegt, und die Zahlen zeigen ein geteiltes Bild: Der Consumer-Bereich verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von 0,7 %, während die Sparten Derma und La Prairie deutlich zulegten. Die Entwicklung unterscheidet sich damit deutlich von der Gesamttendenz der ersten neun Monate des Jahres.

Derma-Pflege und La Prairie wachsen zweistellig

Im Derma-Segment mit den Marken Eucerin und Aquaphor stieg der organische Umsatz im dritten Quartal um 10,6 %. Auch die Luxuspflegemarke La Prairie wuchs organisch um 8,5 %, wobei China laut Beiersdorf der wichtigste Wachstumstreiber war.

Der Bereich Health Care mit Hansaplast und Elastoplast verzeichnete ein Umsatzplus, das einem Anstieg um etwa ein Zwanzigstel entspricht. In den ersten neun Monaten des Jahres lag der Rückgang im Consumer-Geschäft bei 2,9 %.

Diese Entwicklung zeigt, wohin sich Kundinnen und Kunden derzeit orientieren: gezielte Hautpflege bei Hautproblemen und hochpreisige Anti-Aging-Produkte wachsen stärker als klassische Massenpflege.

Für wen die neuen Produkte gedacht sind

Eucerin brachte im dritten Quartal mit DERMOPURE CLINICAL PROBIOM8 ein neues Pflegekonzept für zu Akne neigende Haut auf den Markt. Grundlage ist der patentierte Wirkstoff TopiC.A™, den Beiersdorf als neuartigen Ansatz in der Aknepflege beschreibt. Zusätzlich wurde Aquaphor erfolgreich in die Kategorie Körperpflege in Nordamerika ausgeweitet.

La Prairie richtet sich mit der im September eingeführten Linie Swiss Pristine erstmals gezielt an jüngere Kundinnen und Kunden. Die neue Einstiegslinie soll den Zugang zur Marke erleichtern, ohne dass Beiersdorf dazu Preise oder konkrete Produktinhalte nennt.

NIVEA-Geschäft verbessert sich trotz Rückgang

Bei der Kernmarke NIVEA sank der organische Umsatz im dritten Quartal um 4,9 %. Gegenüber dem zweiten Quartal verbesserte sich die Umsatzdynamik dennoch. Als Gründe für den Rückgang nennt das Unternehmen Spannungen im Handel sowie den Abbau von Lagerbeständen bei Handelspartnern.

Beiersdorf erwartet, dass diese temporären Belastungen bei den NIVEA-Auslieferungen bis Ende 2026 sukzessive nachlassen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das vorerst keine Veränderung im Regal, sondern vor allem einen Hinweis darauf, wie sich die Nachfrage nach Pflegeprodukten insgesamt verschiebt.

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