Facelifting

Facelifting – Was ist das?

Ein Facelifting, oder auf deutsch eine Gesichtsstraffung, beschreibt einen operativen Vorgang zur Gesichtsverjüngung. Hierzu wird sowohl die Haut an Gesicht und Hals sowie das darunter liegende Gewebe nachhaltig gestrafft, sodass verjüngte Gesichtszüge wieder hergestellt werden können, ohne dabei maskenhaft zu erscheinen. Oft geschieht das in direkter Verbindung mit anderen Eingriffen im Gesicht, wie einer Nasenkorrektur oder einer Lidstraffung. Es gibt viele Vorgehensweisen, wie ein Gesicht geliftet werden kann. Im folgenden werden drei Methoden kurz vorgestellt: Das Mini Lifting, das SMAS-Lifting sowie das Subperiostale Lifting. Natürlich werden diese vom Chirurgen immer auf das jeweilige Gesicht individuell angepasst und sorgfältig geplant. Wichtig ist zu beachten, dass durch ein Facelift nicht der Alterungsprozess der Haut aufgehalten werden kann, weshalb sich die Langlebigkeit des Ergebnisses von Patient zu Patient unterscheidet.

Mini-Lift – Das Facelifting für jüngere Patienten

Das Mini-Facelift ist eine im Grunde “abgespeckte” Version eines regulären Facelifts. Hier beschränkt sich die Straffung auf die Entfernung überschüssiger und faltiger Haut. Zudem wird das Mini-Facelift oft nur für bestimmte Zonen im Gesicht angewendet, wie beispielsweise dem Anheben der Augenbraue oder das Straffen im Wangenbereich. Dieser Eingriff ist deutlich weniger invasiv als eine reguläre Gesichtsstraffung und bietet sich vor allem für Patienten an, deren Gewebe noch nicht allzu erschlafft ist. Hierzu wird die Haut vorsichtig vom Gewebe getrennt, vertikal zum Ohr glattgezogen und anschließend so vernäht, dass keine Spannung entsteht. Es entstehen dabei vergleichsweise nur kleine Narben. Der Eingriff dauert etwa 1-2 Stunden und erfolgt unter örtlicher Betäubung (nach Wunsch auch unter Vollnarkose oder Dämmerschlaf). Die Kosten belaufen sich auf durchschnittlich 3000€ und das Ergebnis hält je nach Patient 3-4 Jahre. Auch der Heilungsprozess sowie das Komplikations-Potenzial sind gering.

SMAS-Lift – Der Klassiker

Das SMAS-Lifting (Superfizielles Muskulo-Aponeurotisches System)  ist die am häufigsten verwendete Methode zur Gesichtsstraffung. Es wird hierbei nicht nur die Haut, sondern auch das darunter liegende Gewebe, wie Muskulatur, Fett- und Bindegewebe großflächig abgelöst, angehoben und abschließend wieder spannungsfrei vernäht. Auch Fettabsaugungen im Gesicht, sowie die Korrektur ausgeprägter Halsbänder können sinnvoll zu einem perfekten Ergebnis beitragen.

Dieser Eingriff dauert in der Regel 2-5 Stunden, es folgen jedoch 1-3 tage Klinikaufenthalt, um den Heilungsprozess zu beobachten. Die vollständige Regeneration beläuft sich auf etwa vier Wochen, dafür hält das Ergebnis aber auch dauerhaft. Die Kosten belaufen sich hier bei etwa 9000€.

Subperiostale Lifting 

Das Subperiostale Lifting ist im Grunde gleichzusetzen mit dem SMAS-Lifting. Hier wird das Gewebe jedoch bis zur Knochenhaut abgelöst und gestrafft. Diese Form des Faceliftings wird selten durchgeführt, da die Schmerzen sowie das Risiko wesentlich höher sind, als bei der SMAS-Variante. Auch der Heilungsprozess dauert wesentlich länger und es besteht die Gefahr, dass Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. Dafür erhält man jedoch ein natürliches Ergebnis, das sehr lange anhält. Die Kosten sowie Behandlungsdauer sind dabei individuell.

Gesichtsstraffung – Wer ist dafür geeignet und was ist zu beachten?

Natürlich kann sich im Grunde jeder einem Faceliftig unterziehen. In der Regel empfiehlt sich eine klassische Gesichtsstraffung nach dem SMAS-Prinzip jedoch ab dem Alter von 50 Jahren. Faktoren, wie Rauchen, Sonnenbaden sowie Veranlagung können allerdings Gründe dafür sein, dass sich der Alterungsprozess der Haut beschleunigt und eine Behandlung auch schon früher sinnvoll macht. Wie bereits oben erwähnt gibt es auch Facelift-Methoden (Mini-Lift) für jüngere Patienten mit gering erschlafftem Gewebe im Gesicht. 

Vor jedem Facelift ist ein intensives Gespräch mit dem plastischen Chirurgen unbedingt notwendig. In einer Erstberatung kann geklärt werden, welche Methode einer Gesichtsstraffung sinnvoll ist oder ob das “Problem” nicht auch durch einen nicht operativen Eingriff, wie Hyaluron- oder Botoxunterspritzungen gelöst werden kann. 

Zu beachten ist außerdem, dass 14 Tage vor der Operation weder Kaffee, acetylsalicylhaltige Schmerzmittel, Hormonpräparate (Pille) noch Zigaretten und Alkohol konsumiert werden darf, um Blutungen sowie einen verzögerten Heilungsprozess zu vermeiden. Falls eine starke Gewichtsabnahme geplant oder unter Vorerkrankungen leiden, sollte das der Arzt unbedingt erfahren, da dies das Ergebnis beeinflussen kann. 

Nach der Operation fühlt sich der Kopf meist taub an und es kann man mit starken Schwellungen gerechnet werden. Diese bilden sich jedoch innerhalb zwei bis drei Wochen zurück. Unnötige Bewegungungen sowie Zigaretten, Alkohol, blutverdünnende Medikamente und Sonnenlicht sollten in der Regenerationszeit, etwa zwei Wochen, gemieden werden.

Bei Bedarf kann ein Facelifting beliebig oft wiederholt werden.

Komplikationen und Risiken

Es sollte jedem bewusst sein, dass eine Operation Risiken mit sich bringt. Diese werden jedoch bereits durch die Wahl eines geeigneten Plastischen Chirurgen minimiert. Trotzdem werden im folgenden einige mögliche Risiken aufgeführt:

  • Blutergüsse
  • Wundheilungsstörungen
  • Blutgerinnsel
  • Allergien (bspw. gegen Betäubungsmittel)
  • Taubheitsgefühle

Alle genannten Komplikationen klingen i.d.R. nach spätestens sechs Monaten ab. Eine dauerhafte Lähmung des Gesichts  oder irreparable Schäden des Gewebes sind sehr selten auftretende Komplikationen.