Bauchdeckenstraffung

Bauchdeckenstraffung – was ist das?

Eine Bauchdeckenstraffung, oder auch Abdominoplastik genannt, kommt oft nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsreduzierung in kurzer Zeit infrage. Es ist ein operativer Eingriff und dient dazu überschüssige Haut im Bauch- und Taillenbereich zu entfernen sowie der Straffung der geraden Bauchmuskeln falls nötig. Die OP geht oft mit einer Fettabsaugung oder einer Bruststraffung einher. Geeignet für eine Bauchdeckenstraffung sind vor allem Patienten, deren Haut zu schlaff für eine Fettabsaugung ist oder ausgeprägte Dehnungsstreifen aufweist. Um ein langanhaltenden Ergebnis zu erzielen, sollte die Familienplanung abgeschlossen und das Wunschgewicht erreicht sein. 

Bauchdeckenstraffung – alles rund um die OP

Die Operation erfolgt stationär unter Vollnarkose und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Um Komplikationen entgegenzuwirken, sollte man vor der Operation auf blutverdünnende Medikamente, Blutdrucksenker sowie auf Nikotin und Alkohol verzichten. Da die Bauchdeckenstraffung einen vergleichsweise großen Eingriff darstellt, ist ein mehrtägiger Klinikaufenthalt im Anschluss unumgänglich.

Je nach Ausprägung des Hautüberschusses gibt es mehrere Methoden die Bauchdecke zu straffen: Die Mini-Bauchdeckenstraffung, die große Bauchdeckenstraffung, die obere Bauchdeckenstraffung, die Fettschürzenentfernung sowie ein Bodylift. Auf die ersten drei Varianten wird im Folgenden genauer eingegangen.

Mini Bauchdeckenstraffung (partielle Bauchdeckenstraffung)

Die Mini-Bauchdeckenstraffung ist eine kleinere Version der Bauchdeckenstraffung bei der ausschließlich Haut zwischen Nabel und Unterbauch entfernt wird. Der Nabel muss daher dabei nicht angehoben werden. Die Haut wird lediglich von der Muskulatur gelöst und nach unten hin straff gezogen. Nachdem der Hautüberschuss entfernt wurde, wird die Haut am Unterbauch wieder vernäht. Der Eingriff dauert nur ein bis zwei Stunden, findet meistens unter einem Dämmerschlaf statt und ist wesentlich weniger risikoreich, als eine normale Bauchdeckenstraffung. Sie eignet sich allerdings nur für schlanke Patienten.

Große Bauchdeckenstraffung (totale Abdominoplastik)

Die totale Abdominoplastik ist die verbreitetste Form der Bauchdeckenstraffung. Sie dient zur vollständigen Straffung des Bauches ab dem Rippenbogen bis hin zur Bikinilinie. Der Eingriff ist sehr aufwändig und dauert zwei bis vier Stunden. Der Bauchnabel wird dabei ausgeschnitten und nach oben versetzt, zudem erfolgt ein Schnitt entlang der Bikinilinie. Bei starkem Haut- und Fettüberschuss kann ein weiterer Schnitt, senkrecht bis hin zum Bauchnabel, sinnvoll sein (Fleur De Lis Technik). Im Falle einer Rektusdiastase, d.h. dem Auseinanderlaufen der senkrechten Bauchmuskeln, werden diese außerdem vernäht, sodass eine schmale Taille entsteht. Nach der Operation ist der stationäre Aufenthalt von einer Woche erforderlich.

Obere Bauchdeckenstraffung

Die obere Bauchdeckenstraffung beschreibt die Straffung des Oberbauches. Sie wird in vielen Fällen in Kombination mit einer Bruststraffung vorgenommen, da hier die gleiche Schnitttechnik benutzt wird. Hierzu wird entlang Unterbrustfalte geschnitten, sodass die Haut nach oben gezogen und alles Überschüssige abgeschnitten werden kann. Auch hier dauert der Eingriff etwa drei Stunden und ein darauffolgender stationärer Aufenthalt von drei bis sieben Tagen ist notwendig.

Bauchdeckenstraffung – Das sollte man beachten

Eine Bauchdeckenstraffung ist ein nicht zu unterschätzender Eingriff. Es können dabei Narben von bis zu 50cm entstehen. Arbeitsfähig ist man erst wieder nach etwa vier bis acht Wochen. Auf Sport und andere körperlich Belastungen sollte für sechs Wochen verzichtet werden. Besonders wichtig dabei ist es keine schweren Dinge zu heben. In dieser Zeit sollte ein Kompressionsmieder getragen werden, damit die Wunde geschont wird und die Bauchdecke schnell wieder mit dem Muskelgewebe zusammenwächst. Durch die Einnahme von Schmerzmitteln wird eine Bauchdeckenstraffung als fast schmerzfrei empfunden. Wenn man den Heilungsprozess überstanden hat, kann man dafür aber mit einem dauerhaften Ergebnis rechnen, sofern man einem weitestgehend gesunden Lebensstil nachgeht.

Bei den Kosten für eine Bauchdeckenstraffung kann man je nach Operationsmethode mit einem Preis von 4.000€ – 12.000€ rechnen. Es gibt jedoch Möglichkeiten für eine Übernahme der Kosten von der Krankenkasse.