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Klimawandel und Hautgesundheit: Studie zu 136 Ländern zeigt höheres Risiko in ärmeren Regionen

Der Klimawandel verändert weltweit, wie häufig und wie schwer Hauterkrankungen auftreten. Das zeigt eine internationale Studie, an der 136 Nationen beteiligt waren. Besonders betroffen sind demnach Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Was die Studie zeigt

Die Untersuchung setzt Klimadaten aus 136 Ländern in Bezug zur Entwicklung von Hauterkrankungen. Im Ergebnis zeigt sich ein klares Muster: Je ärmer ein Land, desto stärker wirken sich klimatische Veränderungen auf die Hautgesundheit der Bevölkerung aus. Die Forscherin Esther Freeman ordnet diesen Befund mehreren Faktoren zu, die einzeln und in Kombination wirken.

Betroffene Länder

Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen verfügen oft über weniger Mittel, um sich an steigende Temperaturen, Wetterextreme oder veränderte Niederschlagsmuster anzupassen. Das verschärft laut Freeman bestehende Probleme der Hautgesundheit zusätzlich. In wohlhabenderen Ländern wirken sich dieselben klimatischen Veränderungen offenbar schwächer aus, weil Gesundheitssysteme und Infrastruktur widerstandsfähiger sind.

Ursachen im Klima

Nach Angaben von Freeman verändern vor allem drei klimatische Entwicklungen die Hautgesundheit: steigende Temperaturen, zunehmende Wetterextreme und veränderliche Niederschlagsmuster. Höhere Temperaturen begünstigen demnach bestimmte Hauterkrankungen, während Extremwetter wie Hitzewellen oder Starkregen zusätzliche Belastungen schaffen. Veränderte Niederschlagsmuster wirken sich wiederum auf Hygiene- und Lebensbedingungen aus, die mit der Hautgesundheit eng verknüpft sind.

Migration und Ökosysteme

Freeman verweist zudem auf zwei indirekte Wege, über die der Klimawandel die Hautgesundheit beeinflusst: klimabedingte Migration und Störungen von Ökosystemen. Wenn Menschen durch Dürren, Überschwemmungen oder andere Klimafolgen ihre Heimat verlassen müssen, verändern sich häufig auch die Bedingungen, unter denen Hauterkrankungen entstehen oder behandelt werden. Gestörte Ökosysteme wiederum können die Verbreitung bestimmter Erreger und Allergene verändern, die wiederum die Hautgesundheit betreffen.

Diese Mechanismen treffen vor allem Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen stärker, weil dort Anpassungsmöglichkeiten und medizinische Versorgung oft begrenzter sind als in einkommensstärkeren Regionen.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

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