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DKMS: Bei der Stammzellspende wird Post zur Brücke zwischen zwei Leben

Bei der DKMS tauschten Stammzellspenderinnen und Empfängerinnen im Jahr 2025 rund 4.100 Briefe aus. Direkter Kontakt ist in den ersten zwei Jahren nach einer Spende aus rechtlichen Gründen nicht möglich, deshalb bleibt die Post in dieser Zeit die einzige Verbindung zwischen beiden Seiten.

Die Zahl der ausgetauschten Briefe ist seit Jahren rückläufig im Rückblick betrachtet nicht, sondern steigt kontinuierlich: 2022 waren es noch 3.128 Briefe, 2023 bereits 3.429 und 2024 dann 3.670. Der Anstieg zeigt, wie viele Menschen diesen Weg suchen, obwohl sie den Namen und Wohnort der anderen Person zunächst nicht kennen.

Warum dürfen Spender und Empfänger sich nicht einfach schreiben?

In Deutschland und vielen anderen Ländern gilt nach einer Stammzellspende eine zweijährige Anonymitätsfrist. Innerhalb dieser Zeit bleibt die Post die einzige Kontaktmöglichkeit, allerdings ohne Namen, Ortsangaben oder andere Hinweise, die Rückschlüsse auf die eigene Person zulassen. Die DKMS liest jeden Brief vor der Weitergabe und entfernt gegebenenfalls Stellen, die diese Anonymität gefährden könnten.

Diese Regel gilt für Spenderinnen wie Empfängerinnen gleichermaßen. Laut DKMS schreiben beide Seiten etwa zu gleichen Teilen, je 50 % der Briefe stammen 2025 von Spendern, die andere Hälfte von Empfängern.

Wie viele Menschen nutzen Post und wie viele treffen sich später persönlich?

Nach Ablauf der zwei Jahre können Spender und Empfänger Adressen austauschen, wenn beide zustimmen und die jeweilige Rechtslage es erlaubt. 2025 kam es dabei zu 759 Vermittlungen persönlicher Kontakte durch die DKMS. Wohin diese Kontakte führten, zeigt sich an den Herkunftsländern der Empfänger:

  • Deutschland: 45 % der Adressaustausche 2025
  • USA: 33 %
  • Kanada: etwa jeder vierzehnte Adressaustausch
  • Großbritannien: 5 %

Die Verteilung zeigt, dass ein großer Teil der Verbindungen über Landesgrenzen hinweg entsteht. Für viele Beteiligte bleibt der Brief dabei der erste Schritt zu einem möglichen späteren Treffen.

Was macht diesen Austausch so besonders?

Andreas Walz, der bei der DKMS für diesen Bereich zuständig ist, beschreibt den Briefaustausch zwischen Spendern und Empfängern als eine der emotionalsten und schönsten Aufgaben seiner Abteilung. Hinter jedem Umschlag steht demnach eine Geschichte, in der ein fremder Mensch durch eine Spende Leben ermöglicht hat, ohne das Gegenüber zunächst zu kennen.

Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.

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